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Süd Stadt entsorgt mit Dioxin belasteten Boden
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Stadt entsorgt mit Dioxin belasteten Boden
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00:48 04.03.2018
Ein Bagger belädt am Dienstag einen Lastwagen mit dem Boden des ehemaligen Sportgeländes der IGS Südstadt.  Quelle: Tim Schaarschmidt
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Südstadt

Die Stadtverwaltung hat am Dienstag Dioxin verseuchten Boden vom Gelände der IGS Südstadt abtransportiert und auf eine Sondermülldeponie gebracht. An dieser Stelle befand sich vorher das Sportgelände der Schule. 

Es geht um insgesamt rund 150 Tonnen Boden, der bei den vorbereitenden Arbeiten zur Erweiterung der Schule angefallen ist. Die Bodenhaufen bestehen nach Angaben von Stadtsprecher Dennis Dix aus sandigen Böden mit einem Anteil von Schotter und einer geringen Menge Schlacke.

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Das nach den Worten von Dix „sehr gering mit Dioxin belastete ist Kieselrot, aus dem früher die Deckschicht der Laufbahn bestand. Der Boden sei inzwischenvon einem Gutachter untersucht worden. Eine Gefährdung bestehe weder für die Schüler noch der Anlieger.

Die vorbereitenden Arbeiten wie zum Beispiel der Abbau der Spielgeräte und der Abtrag des Bodens waren noch auf der Grundlage des Bauantrags für die Erweiterung der IGS Südstadt begonnen worden. Die Stadt hatte die Arbeiten gestoppt, als eine Anwohnerin ihren Eilantrag gegen den Erweiterungsbau eingereicht hatte. 

Die IGS Südstadt kann vorerst nicht wie geplant saniert und erweitert werden. Der Grund: ein Gerichtsurteil sieht die Nachbarn gestört. Das sind die Hintergründe des Streits.

Das Verwaltungsgericht hatte Ende Januar die Erweiterung der Schule aufgrund des Eilantrags gestoppt. Die Stadt hat gegen diesen Richterspruch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt. Der Boden müsse unabhängig vom laufenden Rechtsstreit entsorgt werden, betonte Dix

Von Mathias Klein

01.03.2018
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