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Süd Kardinal-Bertram-Schule zieht um
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Kardinal-Bertram-Schule zieht um
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13:56 10.10.2013
Schüler der Kardinal-Bertram-Schule singen im Ansgarhaus. Quelle: Karin Vera Schmidt
Döhren

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat die Umzugspläne der Verwaltung aus der Kardinal-Bertram-Schule in das bisherige Christian-Andersen-Förderschule in seiner jüngsten Sitzung einstimmig befürwortet. Zwar müssen noch der Schul- und der Verwaltungsausschuss ihre Zustimmung geben, doch diese gilt als sicher. Trotzdem gibt es Kritik an den Plänen der Stadt: Die Verwaltung will die Kinder am neuen Standort offenbar in unrenovierte Räume einquartieren. Der Bezirksrat fordert daher Nachbesserungen.

Die Mängelliste für die neuen Unterrichtsräume ist lang. Anwohner Christoph Loskant, der auch für die CDU-Fraktion im Schulausschuss der Regionsversammlung sitzt, zählte in der Einwohnerfragestunde mehrere Kritikpunkte auf. Demnach müssen die Klassenräume neu gestrichen und die sanitären Anlagen modernisiert werden. „Die Lehrertoiletten sind auf dem Stand der sechziger Jahre“, sagte Loskant. Der Sporthalle fehle ein zweiter Notausgang und die Sporthallendecke müsse auf ihre Sicherheit hin überprüft werden. Außerdem seien der Regenwasserabfluss auf dem Gelände sowie der Zustand des Schulhofs nicht in Ordnung. „Man schickt die Grundschule in ein unrenoviertes Gebäude, ich halte die Drucksache der Stadt in dieser Form nicht für zustimmungsfähig“, sagte der Regionspolitiker.

Dieser Meinung schloss sich der Bezirksrat an. In einem gemeinsamen Änderungsantrag bat er die Verwaltung, die von Loskant genannten Punkte beim Umzug zu berücksichtigen. Außerdem forderte er, dass nach dem Umzug auch die derzeit von der Kardinal-Bertram-Schule genutzten Klassenräume sowie der Schulhof renoviert werden.

In dem zukünftigen Gebäude der Kardinal-Bertram-Schule ist bisher die Christian-Andersen-Förderschule untergebracht. Sie wird zum Schuljahr 2014/15 mit den drei anderen Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen an zwei Standorten in Kleefeld und Bothfeld zusammengefasst. Die Kardinal-Betram-Schule sucht bereits seit Jahren nach einem eigenen Gebäude. Bislang teilt sich die katholische Grundschule einen Standort mit der Heinrich-Wilhelm-Olbers-Schule in der Olbersstraße. Die Raumsituation ist äußerst angespannt. Für zwei zweizügige Grundschulen reicht der Platz dort nicht, weshalb mehrere Klassen in Unterrichtscontainer auf dem Schulgelände ausgelagert worden sind.

In der Loccumer Straße stehen für die etwa 160 Schüler der Kardinal-Betram-Schule dagegen 13 Unterrichtsräume sowie mehrere Fachräume, Bibliothek, Bistro, Küche, Aula und Sporthalle bereit. Die Klassenräume sind dort mit 52 Quadratmetern zwar etwas kleiner, aber die kommissarische Schulleiterin Andrea Urlaub sieht darin kein Problem. „Wir schränken uns in der Klassengröße etwas ein“, sagte Urlaub. Durchschnittlich würden 20 Kinder pro Klasse unterrichtet.

Die Eltern der Kinder, die im kommenden Jahr an der Kardinal-Bertram-Schule eingeschult werden, bekamen bereits Post von der Schulleiterin. Urlaub informierte die Erziehungsberechtigten nicht nur über den Umzug. Sie kündigte auch an, dass gemeinsam mit dem Kontaktbeamten der Polizei ein Schulwegkonzept für die Kinder erarbeitet werde, die vom neuen Schulstandort an der Loccumer Straße zum Hort St. Bernward an der Helmstedter Straße gelangen müssen.

Von Heike Schmidt und Christian Link

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