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Süd Kein Geld für neue Spielgeräte
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Kein Geld für neue Spielgeräte
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00:15 08.03.2015
Von Sabine Gurol
Nicht zum Spielen geeignet: Die aus Holz gefertigte Hängebrücke darf nicht mehr genutzt werden. Quelle: Krajinovic
Bemerode

Die Kita hatte bei der Stadt die Prüfung und Erneuerung der Geräte beantragt. „Im Sommer kam ein Gutachter“, berichtet Nelly Roth-Milla. Die 33-Jährige ist Mutter von drei Töchtern. Ihre Fünfjährige besucht die Kita seit einigen Jahren. Auch das älteste Kind, mittlerweile im Schulalter, besuchte „Twipsy“. Weil nicht nur die Spielgeräte aus Holz als marode eingestuft wurden, sondern auch Rasenfläche und Böschungen abgenutzt waren, wurde das Außengelände zu großen Teilen umzäunt, die betroffenen Holzgeräte mit Absperrband umwickelt. Stadtsprecher Dennis Dix bestätigt, dass einige Geräte abgenutzt sind und eine Grunderneuerung erforderlich ist. Dafür gab es aber bisher kein Geld, die Sanierung wurde aufgeschoben.

Etwa 120 Kinder vom Krippen- bis zum Grundschulalter besuchen die Kita, deren Träger das DRK Region Hannover ist. Weil die Einrichtung aber in einem städtischen Gebäude untergebracht ist, müssen Sanierungen bei der Stadt beantragt werden. Das Geräteproblem sorgt insbesondere bei den Eltern für Unverständnis. Durch die Umzäunung der Spielfläche konnte diese monatelang zu großen Teilen nicht genutzt werden. Zwar gibt es zwei Schaukeln und eine kleine Rutsche sowie einen Bereich, der nicht von den Zäunen umschlossen wurde. „Dort machen aber die Krippen-Kinder Mittagsschlaf“, sagt Roth-Milla. An ein Spielen in der Mittagszeit ist deshalb nicht zu denken gewesen. Als Alternative dienten Ausflüge - und ein Abenteuerspielplatz, der direkt an die Kita grenzt. Roth-Milla hält diese Ausweichspielfläche allerdings nicht für geeignet. „Der Spielplatz ist nach allen Seiten offen“, sagt die Mutter. Auch sei das Gelände für die Erzieher schwer einsehbar, da ein großer Hügel den Überblick über alle Kinder verhindert.

Die Eltern reagierten. Im Dezember starteten sie eine Unterschriftenaktion, um die lästigen Zäune loszuwerden und wieder ein wenig mehr gesicherte Spielfläche für die Kinder zurückzubekommen. „Fast alle Eltern haben unterschrieben“, sagt Roth-Milla. Seit der vergangenen Woche sind die Zäune rund um den Spielbereich tatsächlich abgebaut. „Die Unterschriftenaktion hat aber nicht dazu geführt“, so Dix. Grund für die Freigabe sei der Abschluss der Rasenerneuerung gewesen. Zwei der maroden Gerätekomplexe allerdings sind noch immer mit Absperrband umwickelt und nicht nutzbar. Hier lohnt sich die Reparatur nach Ansicht der Stadt nicht mehr, stattdessen sei eine grundlegende Neuplanung erforderlich.

„Die Erzieher müssen aufpassen, dass die Kinder nicht auf die Spielsachen gehen“, sagt Roth-Milla. „Das kann doch nicht sein.“ Auf eine zeitnahe Sanierung können die Eltern nicht hoffen. Zwar wird derzeit bei der Stadt geprüft, wie hoch die Kosten für eine Erneuerung der betroffenen Spielgeräte wären. Erst wenn Betrag und Aufwand ermittelt sind, wird auch absehbar sein, wann alle Geräte wieder bespielt werden können. Für Roth-Milla ist das keine zufriedenstellende Antwort. „Es wird immer gesprochen, aber gemacht wird nichts“, sagt sie. Nach ihrer Ansicht werden die Eltern seit Jahren vertröstet, immer komme ein anderer Grund dazwischen. „Die Leidtragenden sind am Ende die Kinder.“

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