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Süd Keine Hoffnung auf Lärmschutzwand
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Keine Hoffnung auf Lärmschutzwand
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14:14 18.06.2010
Von der Feuerwache Jordanstraße hat man die Bahnlinie und den Stadtteil Bult mit der Melanchthonkirche gut im Blick. Quelle: Schmidt
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Im Bereich Rimpau-, Mensching- und Max-Eyth-Straße im Stadtteil Bult werden die Menschen nachts erheblich durch den Lärm von Güterzügen gestört. Zwischen Bismarckbahnhof und Brehmstraße gibt es keine Lärmschutzwand. „Die Anwohner können nur mit Ohropax und geschlossenem Fenster schlafen und werden trotzdem mehrmals nachts aus dem Schlaf gerissen, weil die Züge hier im Fünf-Minuten-Takt fahren“, klagt Karl-Uwe Schmidt, der im Viertel wohnt. Besonders schlimm sei es nach 21.30 Uhr. Dann könne man kaum noch auf der Terrasse sitzen oder beispielsweise bei geöffnetem Fenster fernsehen. Er fragt sich, warum es keine Lärmschutzwand gibt und warum überhaupt so viele Güterzüge diese Strecke nutzen und nicht die Güterumgehungs-Bahnlinie nutzen.

Nach Auskunft von Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst wird es in diesem Bereich allerdings auch weiterhin keine Lärmschutzwand geben. „Die Grenzwerte für eine Lärmsanierung werden zwischen Bismarckbahnhof und Brehmstraße nicht erreicht“, erklärt sie, „die Lärmsanierung gemäß des Bundesprogramms für bestehende Schienenwege ist auf dieser Strecke abgeschlossen.“

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Auch die Hoffnung der Anwohner, dass der Güterverkehr in Zukunft nur noch über die Güterumgehung geleitet wird, kann Sabine Brunkhorst nicht erfüllen. „Es werden schon so viele Gütertransporte wie möglich über die Umgehungsstrecke abgewickelt“, sagt die Bahnsprecherin, „bei allzuviel Verkehr allerdings werden auch weiterhin Güterzüge über den Bismarckbahnhof und auf der Trasse zwischen Südstadt und Bult fahren.“

Karin Vera Schmidt

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