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Süd Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode kritisiert Jugendarbeit
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode kritisiert Jugendarbeit
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01:15 03.04.2019
Der Jugendtreff Anderten wurde 2015 neu gebaut. Ob es eine ähnliche Investition für Kirchrode oder Wülferode geben wird, ist nicht bekannt.
Der Jugendtreff Anderten wurde 2015 neu gebaut. Ob es eine ähnliche Investition für Kirchrode oder Wülferode geben wird, ist nicht bekannt. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Kirchrode-Bemerode-Wülferode

Auf den Kronsberg konzentriert, unterbesetzt und vernachlässigt - der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode zeigt sich unzufrieden mit der Jugendarbeit im Stadtbezirk. In der vergangenen Bezirksratssitzung stellten Susanne Frischen, Fachbereichsleitung der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Hannover, und Jugendbildungskoordinator Michael Kiklas die Jugendeinrichtungen im Stadtbezirk vor – und mussten sich der Kritik der Stadtteilpolitikern stellen.

„Nicht zufrieden“ sei sie mit dem Angebot, erklärt Petra Stittgen, Fraktionsvorsitzende der CDU im Bezirksrat. Kinder und Jugendliche in Kirchrode und Wülferode sieht sie vernachlässigt – und wünscht sich eine bedarfsgerechte Verteilung von Jugendeinrichtungen in allen Stadtteilen. Denn: Die meisten der von der Stadt finanzierten Jugendeinrichtungen befinden sich in Bemerode.

Von den sechs Kinder- und Jugendtreffs im gesamten Bezirk sind fünf in der Nähe des Kronsbergs in Bemerode, einer ist in Kirchrode. Mit dem Jugendmigrationsdienst ist außerdem eine Beratungsstelle in Bemerode. Dass vor diesem Hintergrund immer auf die starke Mobilität von Jugendlichen verwiesen werde, stört Stittgen: „15-Jährige fahren nicht einfach überall hin. Das tun sie nur notgedrungen“ beklagt sie.

Auch Annette Volland kritisiert einen Mangel an Jugendeinrichtungen. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bezirksrat möchte, dass die Stadt ein größeres Angebot für „den Bedarf außerhalb der Sportvereine“ schafft.

Dem will Frischen nachkommen: Für die nächsten Jahre sei das Ziel eine „solidere Planung“ der Kinder- und Jugendarbeit und eine stärkere personelle Aufstellung. Die Stadt werde außerdem die Schüler zu ihren Freizeitinteressen befragen. Das sei eine „gute Grundlage für die Entscheidung, wo die Stadt das nächste Investment tätigt“. Ob auch eine neue Jugendeinrichtung für Kirchrode oder Wülferode in Planung sei – dazu könne sie allerdings „keine konkrete Information“ geben.

Von Jacqueline Hadasch