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Süd Kita-Austausch mit buntem Programm
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Kita-Austausch mit buntem Programm
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06:16 03.06.2012
Der Kita-Austausch in Misburg und Anderten fand zum 13. Mal statt. Quelle: Decker (Symbolbild)
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Misburg/Anderten

Wie sieht es eigentlich in anderen Kindergärten aus? Bei der Kita-Kultur-Woche hatten Kinder aus Misburg und Anderten jüngst die Möglichkeit, das herauszufinden. Unter dem Motto „Meine Kita - Deine Kita“ luden neun Einrichtungen andere Kinder und Erzieher ein. Für ihre Gäste ließen sich die Kindertagesstätten viel einfallen: Vom Basteln über ein klassisches Konzert bis zum gemeinsamen Waldspaziergang reichte das Angebot.

„Wir haben mit fünf Kindern die Kita Mühlenweg besucht und dort ein Cello-Konzert erlebt“, erzählte etwa Erzieherin Antje Habich von der KitaElfriede Westphal“. Sie sei begeistert gewesen, welche Ruhe sich dabei im Raum ausgebreitet habe. Am spannendsten allerdings sei für die Mädchen und Jungen gewesen, sich einfach einmal in einem anderen Kindergarten umsehen zu können. Das gilt auch für eine Gruppe aus der Kita Steinstraße, die die heilpädagogische Einrichtung „Regenbogen“ besucht hat. „Die Kinder haben dort andere Kinder gesehen, die im Rollstuhl sitzen. Das hat sie sehr beeindruckt“, erzählt Erzieherin Yesim Süslü.

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Der Kita-Austausch fand bereits zum 13. Mal statt, erzählt Beatrix Myrrhe vom Kulturbüro Misburg-Anderten. Dabei entstehe jedes Mal eine Gemeinschaftsarbeit, dieses Jahr in Form eines immerwährenden Kalenders. Kinder aller teilnehmenden Kitas malten im Kulturbüro Bilder, die nun mit einer Beschreibung der Einrichtungen versehen werden. 250 Exemplare sollen gedruckt und in den Kindertagesstätten verkauft werden.

Bei einer gemeinsamen Abschlussfeier in der Kita-Kultur-Woche gab es viele Wettspiele und Experimente. Die Mädchen und Jungen liefen auf dem Spielplatz hinter dem Bürgerhaus in der Seckbruchstraße in Kostümen, auf Stelzen oder mit einer Kartoffel auf dem Löffel balancierend um die Wette. Sie standen in Schlangen vor Schminktischen an, um sich in einen Tiger oder einen Schmetterling zu verwandeln. An einem Tisch erfühlten sie Korken, Walnüsse, Muscheln, Eicheln, Federn oder Steine in grellgelben Beuteln. „Am schwierigsten zu erraten war der Schwamm“, erzählt Erzieherin Yesim Süslü. Auch Leonhard Schlenke machte beim „Fühlspiel“ mit. Am besten gefiel dem Sechsjährigen aber das große Schwungtuch, mit dem viele Kinder gemeinsam Bälle in die Luft springen ließen.

Früher habe das Abschlussfest immer hinter dem Rathaus im Wald stattgefunden, berichtet Beatrix Myrrhe. Aufgrund der Erweiterung der Stadtbahnlinie sei das in diesem Jahr nicht möglich gewesen, aber auf dem Spielplatz hinter dem Bürgerhaus lasse es sich genauso gut feiern. Die nächste Kita-Kultur-Woche findet übrigens in zwei Jahren statt - wo auch immer im Stadtbezirk.

Sonja Weiße

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