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Süd Kleingärtner fordern Mitsprache
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Kleingärtner fordern Mitsprache
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20:02 15.10.2013
Von Christian Link
An der Lange-Feld-Straße in Kirchrode soll neues Bauland entstehen.
An der Lange-Feld-Straße in Kirchrode soll neues Bauland entstehen. Quelle: Christian Link
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Kirchrode

Die andauernde Diskussion um die Zukunft der Kleingärten an der Lange-Feld-Straße in Kirchrode nervt nicht nur die Laubenpieper. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode fordert von der Stadtverwaltung endlich ein umfassendes Kleingartenkonzept für das gesamte Stadtgebiet, wenigstens aber für den Stadtbezirk. „Die Stadt muss klar ansagen, welche Kolonien sie langfristig erhalten und welche sie aufgeben will“, sagt Fritz-Joachim Konietzy, SPD-Fraktionschef im Bezirksrat.

Auch Kleingartenpräsident Karl-Heinz-Rädecker erwartet von der Stadt ein umfassendes Konzept. „Die Stadtverwaltung ist in der Pflicht, ihre Hausaufgaben zu machen“, sagt der Verbandschef. Die Verwaltung hatte bei den Kleingärtnern mit ihren Plänen für das Wohnkonzept 2025 für erhebliche Unruhe gesorgt. In den nächsten zwölf Jahren will die Stadt 8.000 neue Wohnungen in Hannover schaffen – viele davon sollen auf Kleingärtenflächen entstehen. 600 Parzellen sind bedroht.

Kleingärtner fordern Mitspracherecht

Die Kleingärtner haben laut ihrem Vorsitzenden grundsätzlich kein Interesse daran, ihr Land aufzugeben. „Das ist allein der Wunsch der Verwaltung“, sagt Rädecker. Der Verband würde allerdings gerne einige Flächen umstrukturieren. Viele Gärten seien zu groß und müssten verkleinert werden. „Wir brauchen ein stadtweites Sanierungsprogramm“, sagt Rädecker. Dieses müsse federführend aber die Stadt entwickeln, die Eigentümerin der Kleingärten ist.

Ein klärendes Gespräch mit Rathauschefin Sabine Tegtmeyer-Dette soll Licht ins Dunkel bringen, sagt Rädecker. „Dann wird Tacheles geredet“, verspricht er. Die Kleingärtner der Kolonie Gartenheim, die von einer Erweiterung des Baugebiets Büntekamp an der Lange-Feld-Straße betroffen wäre, haben mittlerweile eine Interessengemeinschaft gegründet und fordern ein Mitspracherecht. „Wir wollen nicht, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird“, sagt Iniative-Sprecher Ralf Senkpiel.

Kleingartenpläne werden veröffentlicht

Die Stadt will nach den Gesprächen mit dem Bezirksverband ihre Kleingärenpläne auch öffentlich bekannt machen. „Die Ergebnisse der Gespräche werden den Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt“, sagt Rathaussprecher Alexis Demos.

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