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Süd Künstler Timo Stoffregen präsentiert seine Comics
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Künstler Timo Stoffregen präsentiert seine Comics
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00:20 28.03.2018
Künstler Timo Stoffregen erklärt seine Werke. Quelle: Laura Ebeling
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Südstadt

Die Szene, die Timo Stoffregen in seinem Comic festgehalten hat, kommt einigen Betrachtern nur zu vertraut vor: Sein Protagonist steht in einer Bäckerei und verzweifelt an kryptischen Brötchennamen wie Schleckerschnitte, süßer Knirps und Salzspalte. Schließlich wird ihm das Nachfragen zu blöd – und er beschließt, sich statt Brötchen einfach irgendwo einen Döner zu holen. Die Bildergeschichte ist jetzt im Kulturbüro Südstadt zu sehen – zusammen mit 15 weiteren Arbeiten des hannoverschen Zeichners.

Stoffregen verarbeitet in seinen Comics Alltagssituationen auf humorvolle Art und Weise – mit direkter Sprache und ungeschönten Bildern: „Scheiße“ steht in einer Sprechblase, auf einem anderen Werk sitzt der Protagonist auf dem Klo.

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„Es ist eine kleine aber feine Ausstellung“, sagt Kulturbüro-Mitarbeiterin Christiane Brettschneider bei der familiären Vernissage. Gut 15 Besucher sind an die Böhmerstraße 8 gekommen. Bei Sekt, Orangensaft und Knabberzeug stellt Stoffregen sich und seine Kunst vor. „Ich finde es super, wie das aufgebaut und platziert wurde“, sagt der Künstler, dem man die Aufregung etwas anmerkt. Wenn er etwas erklärt, gestikuliert er wild mit den Händen.

Berufswunsch stand früh fest

Dass er Zeichner werden wollte, wusste er schon früh, berichtet der heute 37-Jährige. „In das Poesiealbum meines besten Freundes habe ich damals geschrieben, entweder werde ich Zeichner oder Kung-Fu-Kämpfer.“ Er habe sich für das Zeichnen entschieden, sagt der Lockenkopf mit dem Drei-Tage-Bart, der mit Freundin, Tochter, sechs Mitbewohnern und vier Hühnern in Hannover lebt.

Vor Kurzem hat Stoffregen das Kinderbuch „Keine Angst vor Monstern“ im Windsor-Verlag veröffentlicht. Neben dem Zeichnen hat sich Stoffregen noch andere Standbeine aufgebaut: Er veranstaltet Kinderworkshops im Bereich Animation und Comics. Und er schreibt Kurzgeschichten, die er bei Poetry-Slams vorträgt. Kurzerhand liest der Künstler Auszüge daraus bei der Vernissage vor. 

Zeichnen mit dem Fineliner

Er versuche in seiner Kunst Facetten von ihm oder von Personen, die ihm begegnet sind, darzustellen – meist ein wenig überspitzt, sagt Stoffregen. Dabei arbeitet er mit Finelinern auf Papier, nicht mit digitalen Zeichentechniken. Und das kommt bei den Besuchern super an. „Die Zeichnungen sind sehr cool. Das sind ganz einfache Themen aus einer anderen Perspektive dargestellt“, meint Fabian Zilm, ein Gast auf der Vernissage. 

Die Bilder werden nun mindestens drei Monate in den Räumen des Kulturbüros Südstadt hängen. 

Die Comic-Ausstellung ist während der Bürozeiten des Kulturbüros Südstadt zu sehen: Montag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Werke von Timo Stoffregen hängen zurzeit parallel auch in der Stadtbibliothek in der Nordstadt, Engelbosteler Damm 57. 

Von Laura Ebeling

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