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Süd „Lage bei Hortplätzen ist katastrophal“
Hannover Aus den Stadtteilen Süd „Lage bei Hortplätzen ist katastrophal“
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00:15 02.02.2013
Von Heike Schmidt
Der Bedarf an Hortplätzen übersteigt das Angebot im Süden Hannovers bei weitem. Quelle: Herzog (Symbolbild)
Südstadt/ Waldheim/ Waldhausen

Beste Beispiele dafür sind die beiden Horte, die das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreibt. Sowohl in der Kestnerstraße als auch im Hort „Sonnenallee“, der sich in der Grundschule Stresemannallee um Kinder kümmert, gibt es 40 Plätze. Etwa zehn davon werden zum Schuljahreswechsel frei. Aber es gibt schon jetzt in beiden Horten mehr als 60 Eltern, die sich um einen Platz für ihr Kind bewerben.

„Wir haben einen totalen Engpass“, erklärt Doris Lauenstein, die beim DRK für die Kindertagesstätten in Hannover zuständig ist. Erst im vergangenen Jahr habe man in der „Sonnenallee“ eine neue Gruppe aufgemacht. Aber auch die Plätze dort waren sofort ausgebucht. „Gäbe es einen Rechtsanspruch bei den Hortplätze, würde sich die Stadt vor Klagen kaum retten können“, meint Lauenstein.

Sie sieht auch in der Einführung von Ganztagsschulen keine wirkliche Erleichterung für die Eltern: „Zum einen ist das in dem Gebiet kein Thema, zum anderen ist die pädagogische Arbeit in Horten eine ganz andere.“ Horte seien viel verlässlicher als Ganztagsschulen. Zudem böten sie auch in den Ferien eine Betreuung an. Schließlich könne kaum ein Berufstätiger sechs Wochen in den Sommerferien Urlaub nehmen. „Die Zeiten, in denen Mütter nachmittags zu Hause sind, wenn das Kind aus der Schule kommt, sind vorbei“, meint sie.

Diese Erfahrung hat auch Dörthe Niemeyer gemacht. Sie ist Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Bonner Straße, die jetzt an der Stresemannallee zu finden ist. „Wir haben rund 100 Kinder auf unserer Warteliste“, erklärt sie. Der Förderverein bietet eine Schülerbetreuung von 13 bis 15 Uhr an. Zunächst hatte er nur eine Gruppe mit 20 Plätzen angeboten. Doch die waren sehr schnell weg. „Die Nachfrage war riesengroß“, erklärt Niemeyer. Daraufhin hat der Verein im vergangenen Jahr noch eine zweite Gruppe mit ebenfalls 20 Plätzen aufgemacht, weil der DRK-Hort im Haus längst nicht mehr alle Kinder aufnehmen konnte.

„Gerade in den südlichen Stadtteilen wohnen viele Familien mit Kindern“, erklärt Niemeyer, „und ich kenne keine Mutter, die nicht arbeitet.“ Auch wenn die Südstadt, Waldhausen und Waldheim als gut bürgerlich gelten, heiße das noch lange nicht, dass die Mütter dort automatisch daheim blieben, um die Kinder zu betreuen. Inzwischen gebe es schon private Initiativen, in denen sich Eltern zusammengeschlossen haben, die keinen Hortplatz für ihr Kind ergattern konnten. „Der Bedarf ist riesengroß, und die Lage ist katastrophal.“

Im Frühjahr werde es wieder „ganz schlimm“ werden, wenn sie vielen Eltern eine Absage für dieses Schuljahr erteilen müsse, befürchtet Niemeyer „Aber es gibt einfach nicht genug Plätze“, sagt die Vereinsvorsitzende. Der Förderverein mühe sich redlich. Die Stadtverwaltung hingegen halte sich zurück und setze auf die Ganztagsschule. „Aber davon kann bei der Bonner Straße ja auch keine Rede sein“, kritisiert die Vorsitzende des Fördervereins. Die Grundschule stehe noch nicht auf der Liste der Schulen, die in absehbarer Zeit zur Ganztagsschule werden könnten.

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