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Süd Trinkwasser in der Südstadt verseucht
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Trinkwasser in der Südstadt verseucht
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00:22 29.11.2014
Von Mathias Klein
Die gefährlichen Stäbchenbakterien können unter anderem schwere Lungenentzündungen auslösen. Quelle: Janice Haney Carr/CDC (Montage)
Hannover

Betroffen sind die Gebäude mit den Hausnummern 43 bis 53. Die zuständige Hausverwaltung verhängte am Donnerstag ein Duschverbot für alle Wohnungen. Nach Angaben von Mietern liegt die Belastung bei bis zu 15 600 Legionellen pro 100 Milliliter Wasser. Der Eigentümer der Wohnungen muss bereits ab einem Wert von 100 Legionellen pro 100 Milliliter tätig werden und die Ursache beseitigen. Ab 10 000 Legionellen pro 100 Milliliter ist ein Duschverbot vorgeschrieben. „Wir machen uns natürlich große Sorgen“, berichtet einer der Mieter, der zwei kleine Kinder hat.

Die zuständige Hausverwaltung, die Wüstenrot Haus und Städtebau GmbH, beauftragte gestern eine Firma, die Belastung zu beseitigen. Nach Angaben eines Sprechers war die Belastung bei einer gesetzlich vorgeschriebenen Routineuntersuchung festgestellt worden. Der Befall sei dem Gesundheitsamt der Region gemeldet und die Mieter der Häuser informiert worden.

Das Duschen sei deshalb gefährlich, weil die Legionellen durch den dabei entstehenden Wasserdampf in die Lunge eindringen könnten, betont Regionssprecher Nils Meyer. Dagegen sei das Trinken des belasteten Wassers ungefährlich. Auch der beim Wasserkochen entstehende Wasserdampf sei ungefährlich, weil Legionellen bei einer Temperatur von 60 Grad abgetötet werden.

Meyer berichtet, dass dem Gesundheitsamt durchschnittlich dreimal im Monat eine Legionellenbelastung von über 10 000 Bakterien pro 100 Milliliter Wasser gemeldet wird. Rund sechsmal berichten Krankenhäuser dem Gesundheitsamt der Region von schweren Erkrankungen, die durch Legionellen ausgelöst wurden.

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