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Süd "Lichtblick" für depressive Jugendliche
Hannover Aus den Stadtteilen Süd "Lichtblick" für depressive Jugendliche
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11:05 03.05.2012
Von Michael Zgoll
Im Haus „Lichtblick“ in Döhren sollen ab dem Sommer acht Jugendliche wohnen. Quelle: Privat
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Döhren

Die „Arbeitsgemeinschaft für Wohngruppen und sozialpädagogische Hilfen Hannover“ (AfW) baut in der Döhrener Hans-Eyl-Straße ein zweigeschossiges Haus für therapeutische Wohngruppen, vor wenigen Tagen wurde Richtfest gefeiert. Ab dem Sommer sollen acht Kinder und Jugendliche im „Lichtblick“ Platz finden.

Das Angebot richtet sich an junge Leute ab zwölf Jahren, die an Depressionen sowie Angst- und Zwangsstörungen leiden oder mit Essstörungen zu kämpfen haben. Ein Team aus 13 Sozial- und Heilpädagogen sowie therapeutischen Fachkräften wird die Kinder und Jugendlichen in zwei Gruppen zu je vier Personen betreuen. Die Betroffenen wohnen auf zwei Etagen, unter dem Dach befinden sich zusätzliche Therapieräume.

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Nach Auskunft des Vereins gibt es in Hannover und Umgebung bisher keine Spezialeinrichtung für derart erkrankte junge Menschen. Dabei sei der Bedarf sehr hoch. Insbesondere nach einem Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sei eine weitergehende therapeutische Behandlung in einer stationären Einrichtung unbedingt nötig, um die Betroffenen zu stabilisieren. Dem will die AfW mit der heilpädagogisch-therapeutischen WohngruppeLichtblick“ Rechnung tragen. Hier sollen die Jugendlichen besonders gefördert werden und eine neue Lebensperspektive entwickeln.

Die AfW ist seit 1979 in Hannover und der Region tätig. Der Jugendhilfeträger bietet Wohngruppen für Jugendliche und individuelle ambulanten Hilfen an, etwa die Sozialpädagogische Familienhilfe. Mit der neuen Wohngruppe soll das Angebot komplettiert werden.

03.05.2012
Michael Zgoll 03.05.2012
Michael Zgoll 06.05.2012