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Süd Nachbarn wollen gegen Neubau klagen
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Nachbarn wollen gegen Neubau klagen
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13:27 15.01.2010

Zunächst wird der Bezirksrat Döhren-Wülfel in seiner Sitzung am Donnerstag, 21. Januar, über die Drucksachen abstimmen. Die Veranstaltung im Freizeitheim, An der Wollebahn 1, beginnt um 18 Uhr. Dann wird der Bezirksrat das Projekt vermutlich erneut ablehnen. Schon bei den ersten Beratungen über den umstrittenen Bau von 15 Seniorenwohnungen hatte lediglich die SPD zugestimmt.
„Wir sind nach wie vor dagegen und werden das Projekt ablehnen“, sagte Gabriele Jakob, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Bezirksrat, dem Stadt-Anzeiger. „Ich bin aufgebracht darüber, dass so viele Argumente gegen den Neubau einfach nicht berücksichtigt werden.“ Wie berichtet, lehnen viele Anwohner den Bau der Seniorenwohnungen mitten in einem parkähnlichen Innenhof ab. Der Kühnemann-Stiftung gehört die Hofanlage. Die Nachbarn fürchten um die Ruhe im Innenhof, dessen Bäume unter anderem auch vielen Tieren als Unterschlupf dienen. Zahlreiche Einwände gingen im vorigen Jahr bei der Bauverwaltung ein, der Bezirksrat regte unter anderem an, neue Seniorenwohnungen in bereits bestehenden Gebäuden einzurichten. „Der Wohnungsmarkt ist doch relativ entspannt, der Umbau schon bestehender Häuser wäre der bessere Weg“, meint Jakob. Lediglich einen Einwand will die Stadtverwaltung mit dem jetzt vorgelegten Bebauungsplan berücksichtigen: Es sollen keine Stellplätze am Neubau entstehen; vorgesehen waren zunächst drei Parkbuchten für Fahrzeuge. Alle anderen Argumente sollen die politischen Gremien auf Wunsch der Stadt ablehnen. „Es ist mir unbegreiflich, wie man in einem solch begrünten Hof Flächen versiegeln lassen kann“, kritisiert Jakob. Sieben Bäume müssen unter anderem für das Vorhaben gefällt werden.
Längst hat sich eine Anwohnerinitiative gebildet, die das Stiftungsprojekt noch aushebeln will, der Stadt-Anzeiger berichtete. Ein ehemaliger Bezirksratsherr engagiert sich darin, aber vor allem Nachbarn, deren Häuser rund um den Hof liegen. „Wir führen Gespräche mit einem Fachanwalt“, sagte Bernd Fischer, ein Sprecher der Initiative. Auch wenn die Weichen für eine Baugenehmigung im Grunde gestellt sind, denn die Ratsmehrheit befürwortet den Bau, wollen sich die Anwohner nicht geschlagen geben. „Wir prüfen rechtliche Schritte gegen das Verfahren“, sagte Fischer. „Unsere Stellungnahmen wurden nicht ausreichend berücksichtigt.“
Der Vertrag zwischen Stiftung und Stadt sieht vor, dass die Stiftung innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss mit den Bauarbeiten beginnen soll. Die Kühnemann-Stiftung will behindertengerechte Wohnungen bauen, in denen Menschen auch im hohen Alter selbstbestimmt leben können.

von Marcel Schwarzenberger

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