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Süd Neue Broschüre informiert über Stadtteil
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neue Broschüre informiert über Stadtteil
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13:27 02.05.2012
Von Michael Zgoll
Die Titelseite des knapp 80 Seiten umfassenden Hefts gibt einen Vorgeschmack auf die Vielfalt im Viertel. Quelle: privat
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Wülfel

Knapp 80 Seiten ist sie dick, mit attraktiven Naturfotos bestückt und vollgepackt mit Informationen über den Stadtteil: eine neue Broschüre über Wülfel. Im Inhaltsverzeichnis finden sich Verweise auf „Freizeit und Vereine“, „Gastronomie“, „Soziale und kulturelle Einrichtungen“, „Projekt Erinnerungskultur“ oder „Hundehaltung“. Nützliche Telefonnummern für den alltäglichen Gebrauch sind ebenso abgedruckt wie ein Kartenausschnitt, der die genauen Grenzen des Stadtteils zeigt.

Auch findet man auf den farbenfrohen Seiten Dutzende von kleinen Firmenporträts aus dem Quartier – nach Auskunft von Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck gibt es in Wülfel erstaunlicherweise 370 kleine und große Betriebe. Recherchiert und geschrieben haben das umfangreiche Heft rund 15 Teilnehmer des Projekts „Integrative Stadtteilarbeit“ (ISA), das von der Stadt Hannover initiiert wurde.

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Zu Beginn der Projektarbeit hatten Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule aus Döhren eine Bürgerbefragung durchgeführt. Ergebnis: Die meisten Wülfeler kennen ihren eigenen Stadtteil nicht richtig. Das wollte die ISA-Gruppe aus Geschäftsleuten, Bürgern und Stadtteilpolitikern ändern, und so sammelten die Mitglieder denn fleißig Informationen über die vor Ort ansässigen Vereine und Verbände, über Schulen, Kitas und Kirchengemeinden, über Bezirksratsfraktionen, Integrationsbeirat und die zahlreichen Firmen, von denen einige schon länger als hundert Jahren im Quartier beheimatet sind.

Ein Kapitel zeichnet denn auch „Wülfels Weg vom Bauerndorf zum Industriestandort“ nach. Ebenfalls vorgestellt werden in dem Heft tierische Bewohner wie Storch, Fledermaus oder Bachforelle - zu Recht, denn immerhin sind zwei Drittel der Wülfeler Stadtteilfläche ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet.

Die Wülfel-Broschüre hat rund 10.000 Euro gekostet und wurde je zu Hälfte von der hannoverschen Wirtschaftsförderung und dem Fachbereich Stadtentwicklung finanziert. Sie ist in einer Erstauflage von 7000 Stück erschienen und ist dieser Tage in allen Haushalten im Stadtteil sowie an Schulen und öffentlichen Einrichtungen verteilt worden. Auch im Freizeitheim Döhren, An der Wollebahn 1, und im Bürgeramt an der Peiner Straße 9 liegen die Gratis-Hefte aus.

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