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Süd Neue Kontakte bei der Polizei im Süden
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neue Kontakte bei der Polizei im Süden
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08:00 22.07.2010
Klaus-Dieter Teune (l.) und Wolfgang Marschall
Klaus-Dieter Teune (l.) löst Wolfgang Marschall als Kontaktbeamter ab. Quelle: Christian Link
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Nach mehr als drei Jahrzehnten hat für den Kontaktbeamten für Döhren, Wülfel und Waldhausen, Polizeioberkommissar Wolfgang Marschall, jüngst der Ruhestand begonnen. Der 61-Jährige war zwölf Jahre lang als Kontaktbeamter bei der Polizeiinspektion (PI) Süd tätig. Seit den siebziger Jahren ist er bei der Polizei, wo er nach einer Ausbildung zum Elektriker bei der Deutschen Bahn in Leinhausen als Funker arbeiten wollte, aber dann im Streifendienst der PI Süd landete, die damals noch sechstes Revier hieß.

„Ich habe es immer als meine Aufgabe verstanden zu schlichten. Manchmal reicht da schon eine Aussprache“, beschreibt Marschall sein Rezept als Kontaktbeamter. Von den Kollegen wird er wegen seiner Leidenschaft für das Singen nach dem gleichnamigen Schlagersänger nur „Toni“ genannt. „Viele Leute wissen gar nicht, dass ich eigentlich Wolfgang heiße“, berichtet der frisch gebackene Pensionär.

Bekannt ist Marschall dagegen als begeisterter Faschingsnarr. 2001 wurde der gebürtige Hildesheimer Karnevalsprinz von Döhren, 2002 Ehrenschützenkönig von Wülfel, 2005 Prinz von Hannover und 2009 Grünkohlkönig. In mehreren Faschingsvereinen ist er Mitglied.

Seine Faschingsuniform wird Marschall auch im Ruhestand nicht ablegen. Außerdem will er zusammen mit seiner Frau Cornelia viel reisen und dabei einem weiteren Hobby nachgehen: Fahnen aus Orten sammeln, die er besucht hat. Rund 130 hat er schon. Ganz ungetrübt ist seine Freude über die neue Freiheit allerdings nicht: Besonders die Arbeit mit den Kindern in Schulen und Kitas werde er vermissen.

Marschalls Nachfolger ist Klaus-Dieter Teune. Der gebürtige Döhrener hat 1980 bei der Polizei angefangen und verrichtet seit 1989 seinen Streifendienst auch in Döhren, wo er in jungen Jahren den Kindergarten St. Bernward und die Heinrich-Wilhelm-Olbers-Schule besuchte. Am meisten Freude bereitet auch ihm die Arbeit mit Kindern. Er hoffe, sagt er, die „großen Fußstapfen“, die sein Vorgänger hinterlasse, würdig ausfüllen zu können: „Auch ich will schlichten und nicht mit der Keule durch Döhren rennen.“

Christian Link

22.07.2010
22.07.2010
Stephan Fuhrer 22.07.2010