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Süd Neue Seniorenwohnungen im Bau
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neue Seniorenwohnungen im Bau
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14:49 29.10.2009
Architekt Hans-Albert Ahrens (l) und Pastor Helmut Kühl mauern die obligatorische Kupferrolle in den Grundstein der neuen Seniorenwohnungen.
Architekt Hans-Albert Ahrens (l) und Pastor Helmut Kühl mauern die obligatorische Kupferrolle in den Grundstein der neuen Seniorenwohnungen. Quelle: Sigrid Krings
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Ein paar Münzen, die aktuelle Tageszeitung, die genauen Baupläne mitsamt der Auflistung aller Kosten und die Urkunde der Grundsteinlegung – all diese aussagekräftigen Zeitzeugnisse wurden, in einer stabilen Kupferrolle verwahrt, vergangene Woche an der Stelle auf dem Gelände des Altenzentrums St. Aegidien einbetoniert, an der in den kommenden Monaten ein neues, zweigeschossiges Gebäude entstehen wird.

Dort, wo kürzlich noch die beliebte Begegnungsstätte des Altenzentrums zu finden war, baut das evangelisch-lutherische Diakoniewerk St. Aegidien nach dem Abschluss der Umbauarbeiten im Haupthaus (der Stadt-Anzeiger berichtete) zu den bereits bestehenden 32 Wohnungen elf weitere sogenannte „Martinswohnungen“.

Auf zwei Etagen verbindet das neue Haus zwei der insgesamt vier alten Wohnkomplexe aus dem Jahr 1969. So können die Bewohner das Obergeschoss künftig barrierefrei mit einem Fahrstuhl erreichen. „Alle Menschen brauchen ein Zuhause, sonst sind sie obdach- und heimatlos“, sagte Pastor Helmut Kühl von der St.-Martin-Gemeinde Anderten bei der Grundsteinlegung und stellte anschließend den Neubau unter den Segen Gottes.

Das Diakoniewerk reagiert mit den neuen Wohnungen auf die gestiegene Nachfrage von Senioren nach einem „selbstständigen und zugleich behüteten“ Wohnen im Alter. Alle Mieter der seniorengerecht gestalteten Zwei-Zimmer-Wohnungen mit rund 60 Quadratmetern Wohnfläche schließen mit dem Werk einen Mietvertrag ab. „Sie können völlig selbstbestimmt dort leben, haben aber die Möglichkeit, sich jederzeit im Haupthaus Hilfe zu holen oder dort zu essen“, erklärte Petra Fischer-Brunke, Seniorenbegleiterin der Martinswohnungen.

Sie selbst wird mit einem großzügigen Servicebüro künftig ebenfalls im Bereich der neuen Eingangshalle zu finden sein, sobald der Bau – voraussichtlich im Juli kommenden Jahres – fertiggestellt ist. Bereits jetzt gebe es eine Warteliste von Mietinteressenten und Fischer-Brunke ist sicher, dass die neuen Domizile schnell Abnehmer finden werden.

Aufgrund der Größe sind die Appartements auch für Ehepaare geeignet. Geplant wurde das 1,5 Millionen Euro teure Bauvorhaben von Architekt Hans-Albert Ahrens aus der hannoverschen Architektengemeinschaft Ahrens und Grabenhorst. Er war schon vor 40 Jahren für die Planung der ersten Häuser im Auftrag des Vereins Altenwerk St. Martin zuständig und ist gleichzeitig dessen erster Vorsitzender.

Damals hatten sich Mitglieder der Kirchengemeinde dafür eingesetzt, Seniorenwohnungen im Stadtteil zu bauen. Auch der Bau des Alten- und Pflegeheimes mit insgesamt 100 Plätzen unterlag 1975 seiner Aufsicht. „Diese Kontinuität ist ein Zeichen für die gute Entwicklung, die wir auf diesem Grundstück haben“, sagte Architekt Ahrens.

von Sigrid Krings