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Süd Neue Steine ersetzen altes Pflaster
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neue Steine ersetzen altes Pflaster
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09:40 21.06.2012
Von Michael Zgoll
Die Stadt will das Kopfsteinpflaster in der Bernwardstraße neu verlegen. Quelle: Michael Zgoll
Döhren

Das Thema „Kopfsteinpflaster“ beschäftigt den Stadtbezirk Döhren-Wülfel wie kaum einen zweiten in Hannover. Jetzt hat die Verwaltung mitgeteilt, dass die Bernwardstraße in Döhren im Zuge einer anstehenden Sanierung wieder komplett mit Blaubasalt gepflastert wird. Außerdem hat sich eine Initiative von Anwohnern aus der Güntherstraße zu Wort gemeldet, die per Unterschriftenlisten den Erhalt des historischen Pflasters am westlichen Ende der Waldhausener Anliegerstraße fordert.

Im Frühjahr 2011 hatte die Verwaltung dem Bezirksrat ihre Vorstellungen unterbreitet, wie die Bernwardstraße zwischen Hildesheimer Straße und Fiedelerplatz nach anstehenden Leitungsarbeiten von Stadtwerken und Stadtentwässerung saniert werden solle: Mit einem mittigen Asphaltstreifen und Kopfsteinpflaster-Belag nur noch in den Parkzonen am Fahrbahnrand. Dies mindere den Lärm, der von fahrenden Autos ausgehe, und erleichtere Radfahrern die Passage. Etliche Anlieger und Bezirksratspolitiker - in erster Linie aus den Reihen von CDU und WfH - hatten dagegen argumentiert, dass das Kopfsteinpflaster zu einer ortstypischen Straße mit historisch wertvollem Hausbestand dazugehöre, dass der Blaubasalt das Durchschnittstempo von Autos drossele und dass die Steine langlebiger seien als ein Asphaltbelag. Schließlich hatte der Bezirksrat einmütig einen SPD-Antrag gebilligt, wonach die Verwaltung den Politikern vor einer endgültigen Entscheidung über die Art der Sanierung zunächst die Kosten der beiden Varianten unterbreiten solle.

Das Ergebnis dieser Kostenermittlung liegt jetzt vor. Die Kombination Asphalt-Kopfsteinpflaster würde 90000 Euro teuer werden, die durchgängige Wiederherstellung des Kopfsteinpflasters 100000 Euro. Die Konsequenz der geringen Differenz liegt laut einer schriftlichen Stellungnahme des Fachbereichs Tiefbau auf der Hand: „Da das Kopfsteinpflaster denkmalbegründender Bestandteil dieser Straße ist und sich der Bezirksrat bereits für einen Erhalt des bestehenden Belages ausgesprochen hat, erfolgt die Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes.“ Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD zeigten sich erfreut, dass die Pflasterung im östlichen Abschnitt der Bernwardstraße nun komplett erhalten bleibt.

Nach Auskunft der Stadtentwässerung beginnen die letzten Leitungsarbeiten im Juli und dauern bis Ende September dieses Jahres. Erneuert werden der Regenwasserkanal und Teile des Schmutzwasserkanals. Unmittelbar danach beginnen die Tiefbauer der Stadt mit der Sanierung der Oberfläche. Da die schon mehrfach ausgebesserte Bernwardstraße etliche Lücken in der Pflasterung aufweist, werden nach Auskunft der Stadt wahrscheinlich zusätzliche Pflastersteine benötigt, die aber noch in ausreichender Zahl auf den Werkhöfen vorrätig seien. Die Anlieger müssen zur Instandsetzung der Straße keinen finanziellen Beitrag leisten - dafür müssen die Leitungsbauer geradestehen.

Güntherstraße: Die Sanierung des westlichen Endes der Güntherstraße - Richtung Vierthalerweg - liegt derzeit auf Eis, weil das „Ob“, das „Wie“ und das „Wer bezahlt?“ einer Sanierung zwischen Verwaltung, Bezirksrat und Anliegern noch umstritten ist (der Stadt-Anzeiger berichtete). Jetzt ist eine Initiative unter Federführung der Waldhausenerin Marion Jüttner-Hötker auf den Plan getreten, die den Erhalt des historischen Kopfsteinpflasters fordert - egal ob dieses Teilstück der Güntherstraße nun saniert wird oder nicht. Die Stadt will den alten Belag durch Betonpflastersteine ersetzen. Jüttner hat bereits mehr als 180 Unterschriften per Listen gesammelt, die sie in den vergangenen Tagen an verschiedene Politiker und den Baudezernenten Uwe Bodemann versandt hat. Es gelte, das „vorhandene Kopfstein-/Blaubasalt-Pflaster als Teil eines erhaltenswerten historischen Ensembles zu bewahren“, heißt es in der Begründung. Durch die alten Steine, so Jüttner, werde die Idylle der Güntherstraße gestärkt und „das mit historischen Elementen nicht gerade gesegnete Hannover um etwas Tradition und Atmosphäre bereichert“. Die historische Pflasterung müsse mindestens bis zum Haus Nummer 43a, wo die Straße leicht abzufallen beginnt, reichen.

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