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Süd Neues Konzept für alte Büchereiräume in Mittelfeld
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Neues Konzept für alte Büchereiräume in Mittelfeld
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16:16 08.01.2010
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Dass sich die Räume der im Sommer 2007 geschlossenen Bücherei in Mittelfeld bald wieder mit Leben füllen, wird wahrscheinlicher: Bis zum April will die Stadtverwaltung Eckpunkte für ein neues Nutzungskonzept vorlegen.„Eine Nachbarschaftsinitiative soll in die leerstehenden Räume ziehen“, erläutert Ratsfrau Gudrun Koch (SPD). „Wir denken dabei an viele verschiedene Initiativen unter einem Dach, die von einer Stelle koordiniert werden.“ Wer diese Organisation übernehmen wird, sei noch unklar. Koch rechnet aber damit, dass die Mittelfelder das Angebot schon im August nutzen können.

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, setzt sich dafür ein, dass das Bücherei-Projekt in die „Förderung des Aufbaus nachbarschaftlicher Systeme in Stadtteilen mit schwieriger Sozialstruktur“ aufgenommen wird. Dafür stellt die Stadt jährlich 90 000 Euro aus dem Haushalt bereit. Gefördert werden bisher die Träger der Nachbarschaftsinitiativen Geveker Kamp (Davenstedt), Hallo Nachbar (Roderbruch) und List NordOst (List). „Zu den Stadtteilen, in denen ein besonderer Bedarf besteht, gehört auch Mittelfeld“, betont Koch. Der Sozialausschuss der Stadt teilt diese Ansicht. In seiner jüngsten Sitzung hat das Gremium daher beantragt, den „Standort der ehemaligen Stadtteilbücherei in Mittelfeld in die Entwicklung nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme einzubeziehen“.

„Doppelstrukturen“ solle es nicht geben, versichert Koch. Das neue Angebot sei als Ergänzung der schon vorhandenen Aktivitäten zu verstehen. Stundenweise könnten die Räume in der Bücherei beispielsweise für Hausaufgabenhilfe offenstehen, für Sprachunterricht oder multikulturelle Begegnungen. Welche Initiativen mitarbeiten und welche Organisation die Koordinierung übernimmt, werde sich in absehbarer Zeit finden, sagt Koch. Die Stadtverwaltung habe sich bereiterklärt, schon bis zum April ein erstes Konzept zu erarbeiten. Konkrete Informationen sind aus dem Rathaus bisher noch nicht zu erfahren.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Vorschläge gegeben, den seit mehr als zwei Jahren leerstehenden Gebäudetrakt, der zwischen Jugendzentrum und Seniorenbegegnungsstätte in der Straße Am Mittelfelde liegt, weiter zu nutzen. Unter anderem war ein Kulturbetrieb mit einer Probebühne für Theaterprojekte im Gespräch. Diese für zwei Jahre geplante Übergangslösung scheiterte jedoch an den Kosten.

von Jutta Oerding