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Süd Pausenhof wird neu gestaltet
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Pausenhof wird neu gestaltet
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09:40 23.02.2012
Der Hof der Wülfeler Schule wirkt derzeit geradezu trostlos. Quelle: Schmidt
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Wülfel

In der Begründung zu dem interfraktionellen Antrag hieß es, dass es einen dringenden Sanierungsbedarf gebe. Noch in diesem Jahr sollen auf dem knapp 2000 Quadratmeter großen Hof ein kugelförmiges Seilklettergerät „Spaceball“, ein Reckturngerät sowie mehrere Sitzmauern installiert werden. Das Projekt kostet etwa 40 000 Euro und wird aus kommunalen Mitteln zur ökologischen Aufwertung von Schulhöfen und Spielplätzen finanziert. Der Bezirksrat wird seinen Etat, der ihm dafür zur Verfügung steht, in diesem Jahr vollständig für die Christian-Andersen-Schule zur Verfügung stellen. 26 000 Euro will die Schule mit einer selbst initiierten Spendenaktion beitragen.

Derzeit wirkt der Schulhof der Förderschule geradezu trostlos. Für die 142 Kinder und Jugendlichen von der ersten bis zur zehnten Klasse gibt es eine von einem Plattensaum umgebene, rissige Asphaltfläche mit zwei Basketballkörben, einer Tischtennisplatte, einem Tischfußballspiel und sechs Bäumen. Nach Auskunft von Schulleiter Eckhart Bolte sind diverse Spielgeräte vor vielen Jahren abgebaut worden, weil sie nicht mehr dem aktuellen Standard entsprachen. Auch die Basketballkörbe sollten längst entfernt werden. Bolte ließ die Geräte jedoch von einem Schlosser überprüfen; da sie den Test anstandslos bestanden, durften sie auf eigenes Risiko der Schule stehenbleiben.

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Die Wülfeler Einrichtung hatte bereits vor drei Jahren bei einer Überprüfung der Schulinspektion des Landes mit der Note „gut“ abgeschnitten. Nur der Pausenhof wurde als besonders schlecht bewertet. Daran änderte auch nichts, dass der zweite, grüne Schulhof immerhin mit einem Holzklettergerüst und einer selbst gebastelten Torwand ausgestattet ist. Eine Befragung der Schüler ergab, dass sie sich für den Asphalthof Spielgeräte wünschen, mit deren Hilfe sie sich besser bewegen können. „Wir müssen unsere Schüler in solchen Fragen anleiten, weil ihre Fantasie nicht so entwickelt ist“, erklärt Eckhart Bolte, „normalerweise würden sie sich Konsolen mit elektronischen Spielen wünschen, weil es das ist, was sie von zu Hause kennen“.

Aus diesem Grund hat der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün sich jetzt in Zusammenarbeit mit der Schule und der Schulverwaltung für den „Spaceball“, Reckstangen und Sitzbänke entschieden. Der Förderverein der Schule kann keine Spenden zu der Umgestaltung beitragen – bis auf wenige Ausnahmen können die Eltern der Christian-Andersen-Schüler dem Verein nichts zukommen lassen.

Michael Zgoll 23.02.2012
Michael Zgoll 23.02.2012
Christian Link 23.02.2012