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Süd Politik will Parkplatz-Chaos beseitigen
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Politik will Parkplatz-Chaos beseitigen
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13:38 29.10.2009
Beim Rangieren müssen Autofahrer parkende Wagen und die Radler im Blick haben.
Beim Rangieren müssen Autofahrer parkende Wagen und die Radler im Blick haben. Quelle: Georg Thomas
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Der Parkplatz vor der Stadtbibliothek und dem Bürgeramt in Döhren ist eng; und die weißen Markierungen für die Parkboxen sind nur noch schwach zu erkennen. Außerdem haben sich die Autofahrer eine Zufahrt an der Helmstedter Straße zu eigen gemacht, die eigentlich keine ist; die offizielle Zufahrt zum Parkplatz liegt nämlich an der Peiner Straße.

Regelmäßig kommt es vor Bücherei und Bürgeramt deshalb zu unübersichtlichen Situationen. Die SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel möchte die Parksituation daher übersichtlicher gestalten. Einem entsprechenden Antrag haben in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats auch die Politiker der übrigen Fraktionen zugestimmt. Die Verwaltung soll nun Vorschläge erarbeiten, wie die Parksituation dort „besser geordnet werden kann“.

Die SPD bemängelt vor allem, dass es auf dieser „schmalen und stark frequentierten Fläche, die auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird, keine Markierungen oder Hinweisschilder“ zur Zu- oder Ausfahrt gibt. Wegen der fehlenden Kennzeichnung würden Autos den Parkplatz „auch über die vorhandene Bordsteinabsenkung der Helmstedter Straße“ befahren und verlassen.

„Eine richtige, ausgewiesene Zufahrt wäre deutlich breiter“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Bert Oltersdorf. Er hoffe, dass letztlich die Parkboxen wieder deutlich erkennbar werden, und die Ein- und Ausfahrt klar geregelt werde.

Dass der abgesenkte Bordstein an der Helmstedter Straße eine Einfahrt darstelle, glaubt auch eine Frau, die auf ihrem Weg zur Bibliothek regelmäßig von der Nebenstraße aus auf den Parkplatz fährt. „Das macht doch jeder so“, meint sie. „Dass die Autos Probleme beim Ein- und Ausfahren haben, ist mir noch nicht aufgefallen“, sagt hingegen Dieter Aschenbrenner. Sicherlich sei die Fläche zum Parken nicht groß, aber „es gibt doch wohl ungünstigere Parkplätze in der Stadt“, meint der Döhrener. „Man könnte höchstens die Anzahl der Parkplätze verringern.“ Aber das wäre hier bei dem kleinen Zentrum mit Bücherei, Bürgeramt, Drogeriemarkt und Ärzten in der Nähe wohl nicht sehr sinnvoll, glaubt der 81-Jährige.

Zurzeit belegt auch noch eine Baustelle die Parkplätze direkt vor der Stadtbibliothek, aber auch sonst finden dort Autofahrer nicht immer eine freie Fläche. „Es gibt hier einfach zu wenig Parkplätze“, kritisiert Ursula Kamradek aus der Südstadt. Das sei vor allem für diejenigen ärgerlich, die viele Bücher ausleihen.

Und auch die Taxifahrer sind betroffen, denn die eigentlich für sie reservierten Plätze werden nicht selten von anderen Autofahrern blockiert. „Dort parken ständig Autos, die dort nicht stehen dürfen“, sagt Taxifahrer Wolfgang Schmidt. Das sei wohl ein deutliches Zeichen, dass die Flächen nicht reichen. Wenn es zu einer Neuordnung der Parkplatzsituation durch die Stadt komme, werde es aber wohl noch schlimmer, vermutet er. Zum Beispiel seien bei der Neugestaltung der Luisenstraße Parkplätze weggefallen. „Dort haben wir Taxifahrer jetzt keine Möglichkeit mehr, legal zu halten“, sagt der 56-Jährige. Und das müsse er, wenn er dort einen Fahrgast von einer Arztpraxis abholen wollte. Deswegen habe er keine großen Hoffnungen, dass sich die Situation entspannt,

von Georg Thomas