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Süd Schulküche wird mit 3000 Euro gefördert
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Schulküche wird mit 3000 Euro gefördert
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10:27 13.01.2011
Die Christian-Andersen-Schule in Wülfel erhält 3000 Euro für ein Integrationsprojekt am Schulkiosk.
Benedicte, Sunil, Lehrerin Heike Krage und Aylina (v.l.) haben Dienst im Kiosk. Quelle: Schmidt
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Die großen Pausen in der Wülfeler Christian-Andersen-Schule sind seit fünf Jahren um eine Attraktion reicher. Seit die frühere Milchküche im Rahmen der städtischen Aktion „Gesundes Frühstück“ mit einer modernen Küche ausgestattet wurde, gibt es für die 140 Schüler am Schulkiosk „C A Snack“ zweimal täglich Gesundes zu essen. In Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenprojekt des Umweltzentrums Hannover stellen Lehrer und Schüler täglich ein Büfett zusammen und kochen.

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat der Förderschule jüngst aus Mitteln des Integrationsbeirats knapp 3000 Euro bewilligt. Mit diesem Geld wollen Mitarbeiter des Umweltzentrums Eltern mit und ohne Migrationshintergrund darin schulen, wie sie Rezepte aus verschiedenen Ländern gesund für den Schulkiosk zubereiten können.

„Wir möchten auf diese Weise erreichen, dass Mütter aus anderen Ländern mit ihren Rezepten in den Schulalltag integriert werden, dadurch Wertschätzung erfahren und mehr Bereitschaft aufbringen, ihre Kinder kindgerecht und gesund zu ernähren“, erklärt Schulleiter Eckhart Bolte. Zwar seit der Migrationsanteil von Schülern an der Förderschule in der Loccumer Straße mit 25 bis 30 Prozent deutlich niedriger als an anderen Schulen im Stadtteil. Dennoch könne die Präsenz und Identifikation von Eltern mit der Schule noch verbessert werden.

Angefangen hat der Verkauf von gesundem Essen vor fünf Jahren mit der Beschäftigung von Ein-Euro-Kräften. Allerdings war, erläutert Bolte, die Fluktuation sehr hoch, so dass man keine wirkliche Einarbeitung in den Schulalltag gewährleisten konnte. „Dann haben wir uns in unserer Not an das Umweltzentrum gewandt“, erzählt der Schulleiter. Seither spiele sich das Angebot immer besser ein. Allerdings seien die Lehrkräfte durch das Projekt teilweise stark beansprucht. Diese Belastung soll durch die Integration von Müttern auf mehr Schultern verteilt werden.

Die Schulungen sollen bereits Ende Januar beginnen. Das Projekt wird ein Jahr lang durch das Umweltzentrum begleitet. Anschließend ist vorgesehen, dass der Elternarbeitskreis „Schulkiosk“ das Integrationsprojekt in Eigenregie fortführt.

Karin Vera Schmidt