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Süd Straßen sollen sicherer für Kinder werden
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Straßen sollen sicherer für Kinder werden
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00:15 22.12.2012
Von Christian Link
Gegenüber der Grundschule Suthwiesenstraße wird der Bürgersteig verbreitert. Quelle: Link
Südliche Stadtteile

Wegen der vielen Verkehrsunfälle mit Kindern ist die Stadt zuletzt zwar in die Kritik geraten. In puncto Verkehrssicherheit ist die Verwaltung aber nicht untätig: Schon 2010 hatte sie ein Programm gestartet, um bis zum Jahr 2015 insgesamt 120 gefährliche Überwege zu entschärfen. Jedes Jahr baut der Fachbereich Tiefbau etwa solcher 20 Gefahrenstellen im Stadtgebiet um. Auch in den südlichen Stadtteilen wurde in diesem Jahr einiges getan. Dort hat die Stadt fünf Maßnahmen ausgeführt oder angefangen.

Vor der Grundschule Suthwiesenstraße in Döhren haben die Bauarbeiten erst vor Kurzem begonnen. Gegenüber dem Haupteingang der Schule lässt die Stadt den Bürgersteig verbreitern, damit die Kinder leichter die Straße überqueren können. Auch im Bereich der Grundschule Wasserkampstraße in Kirchrode wurde die Bauverwaltung aktiv. In der Straße Kleiner Hillen verbreiterte sie die Gehwege auf beiden Straßenseiten in Höhe des Pastor-Gerhard-Dittrich-Wegs. Das Gleiche unternahm sie am Waldorfkindergarten Michael in Waldhausen im Bereich von Güntherstraße und Riepestraße. An der Kreuzung von Spittastraße und Am Mittelfelde in Mittelfeld wurde eine Verkehrsinsel zur besseren Straßenüberquerung gebaut. Für Anfang 2013 ist zudem eine „nicht näher beschriebene Maßnahme“ im Einmündungsbereich von Wiehbergstraße und Brückstraße geplant.

Welche Gefahrenstellen sonst noch im kommenden Jahr umgebaut werden, steht laut Stadtsprecher Dennis Dix noch nicht fest. Wie in jedem Jahr sind etwa 20 Bauvorhaben für rund 400000 Euro vorgesehen. 58 Maßnahmen wurden seit 2010 bereits durchgeführt oder angefangen, drei warten noch auf ihre Umsetzung, und 59 weitere sollen bis 2015 noch folgen.

Wo 2013 gebaut wird, will die Stadt laut Dix erst Anfang des Jahres entscheiden. Der Baubeginn sei dann jeweils vom Fortschritt der weiteren Planungen und von den Ausschreibungen abhängig. Weil diese Verfahren längere Zeit dauern, würden die Bauvorhaben in der Regel in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt - 2012 etwa wurde ein Großteil der Arbeiten erst ab November ausgeführt.

Auslöser für das auf fünf Jahre angelegte Programm mit Maßnahmen zur Verkehrssicherheit war die Veröffentlichung des ersten Kinderunfallatlasses der Bundesanstalt für Straßenwesen im Jahr 2008. Die Statistik zeigt, dass Hannover von 2003 bis 2005 im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten relativ gesehen die meisten Verkehrsunfälle mit Kindern aufwies. Als Reaktion auf die Studie hat ein Runder Tisch von ADAC, Stadt und Polizei mehrere Aktionen zur Verkehrssicherheit initiiert. Dazu gehören neben den Umbaumaßnahmen auch Stadtpläne für Kinder und eine verstärkte Verkehrserziehung, Tempomessungen sowie die Woche der Verkehrssicherheit von Stadt, Polizei, Verkehrswacht, ADAC und Üstra. Ergänzt werden die Maßnahmen durch die HAZ-Aktion „Sicherer Schulweg“.

Der aktuell erschienene Kinderunfallatlas, der den Zeitraum 2005 bis 2008 untersucht, zeigt Verbesserungen. Zwar ist Hannover zusammen mit Bremen weiterhin Schlusslicht, die Unfallgefahr hat sich aber verringert. Laut der jüngsten Untersuchung verunglücken nur noch 3,35 von 1000 Kindern - in der vorherigen Studie waren es 3,94 von 1000 Kindern. Weniger positiv ist die Unfallstatistik der Polizei Hannover für das laufende Jahr. Die Ordnungshüter zählten 2012 bereits 220 Unfälle mit Kindern. Das ist der höchste Wert seit 2009, als 231 Kinder im Stadtgebiet verunglückten. Immerhin: 2003 und 2005 waren noch mehr als 290 Kinder in Unfälle verwickelt.

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