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Süd Supermarkt soll Brache beleben
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Supermarkt soll Brache beleben
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14:54 29.01.2010
Von Sandra Schütte

Auf der Brache an der Ecke Karlsruher Straße und Am Mittelfelde könnte in absehbarer Zeit ein Supermarkt gebaut werden – zumindest wenn es nach dem Willen des Bezirksrats Döhren-Wülfel geht. Wie berichtet, will der hannoversche Investor Rensteim Beteiligungsgesellschaft auf dem rund 6140 Quadratmeter großen unbebauten Eckgrundstück in Mittelfeld einen Verbrauchermarkt im Passivhausstandard errichten; der Mietvertrag mit Rewe ist bereits unterzeichnet. Genau dieser Punkt stieß der CDU-Fraktion schon in der Dezember-Sitzung sauer auf. Die Christdemokraten fühlten sich vor vollendete Tatsachen gestellt und zogen die Vorlage in die Fraktion. Vergangenen Donnerstag lehnte die CDU den sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan wie Einzelvertreter Heinrich Mix (WfH) ab. Mit neun zu sechs Stimmen bei einer Enthaltung (FDP) sprach sich die Mehrheit des Gremiums (SPD, Grüne und Linke) allerdings für den Neubau aus.
„Wofür werden wir überhaupt noch gefragt, wenn der Investor schon im August die Verträge unterzeichnet hat?“, ärgerte sich Mix. Auch die CDU fühlte sich übergangen. Stadtplaner Hans-Heiner Schlesier verteidigte das Vorgehen der Verwaltung: Bei einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan sei es üblich, dass der Investor schon zu Beginn des Verfahrens eine detaillierte Planung vorlegt. Ohne klare Strukturen würde die Bauleitplanung gar nicht in Gang gesetzt.
„Der Stadtbezirk Döhren-Wülfel hat eine sehr gute Abdeckung mit Einzelhandel jeder Couleur“, betonte die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Jakob. Zudem liege der Netto-Markt (ehemals Plus) ganz in der Nähe, auch die anderen Verbrauchermärkte seien nicht weit entfernt. Mix verwies auf die kleinen Händler in der Nähe, die es angesichts der neuen Konkurrenz noch schwerer hätten. „Und die Wochenmarkthändler haben auch schon die Nase voll, der Markt funktioniert nicht“, meint der WfH-Bezirksratsherr. Abgesehen davon sei im aktuell gültigen Bebauungsplan zwar eine gewerbliche Nutzung der Brachfläche vorgesehen, aber ausdrücklich kein Verbrauchermarkt, argumentieren die Christdemokraten.
Mittelfeld ist qualitativ unterversorgt“, meint hingegen Eva-Maria Hartmann (Grüne). Außerdem liege das Gelände schon mindestens zwei Jahre brach. Die Fläche mit einem Supermarkt zu bebauen, sei allemal sinnvoller als das Areal weiterhin ungenutzt zu lassen, argumentierte SPD-Fraktionschef Bert Oltersdorf. Zuletzt seien auf dem Eckgrundstück nur Schrott und Müll abgeladen worden.

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