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Süd Wenig Verständnis für neuen Standort
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Wenig Verständnis für neuen Standort
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08:00 26.08.2010
Zum Flaschen-Deponieren muss man jetzt direkt an der Wülfeler Straße neben dem Busstopp parken. Im Hintergrund ein Gebäude des Annastifts, das den Standortwechsel wollte. Quelle: Viktoria Hübner
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„Was ist das wieder für ein Schildbürgerstreich?“, fragt Gisela Berger. Damit bringt die Bemeroderin ihren Unmut über den neuen Standort der Altglas-Container an der Bushaltestelle Raupertstraße in der Wülfeler Straße zum Ausdruck, und mit diesem Unmut steht sie nicht allein. Bisher standen diese immer auf dem Parkplatz des Supermarktes Lidl im Stadtteil Mittelfeld. „Dort war doch genug Platz“, empört sie sich. Tatsächlich bietet der neue Standort in Bemerode keine Parkmöglichkeiten. Wer sein Altglas loswerden will, ist gezwungen, sein Auto entweder auf der stark befahrenen Hauptstraße abzustellen oder sich in den nahegelegenen Seitenstraßen Aschendorfer Straße oder Schwarze Worth eine Parkmöglichkeit zu suchen.

Kopfschütteln löst die neue Situation auch bei Fred Körper aus. „Das Halten direkt an der Wülfeler Straße ist mehr als ungünstig“, sagt der Mann, der in der Kückstraße wohnt. Die Busse und der fließende Verkehr würden durch dort stehende Fahrzeuge behindert. Die Straße sei ohnehein nicht sehr breit. Das Parken in den Seitenstraßen scheint allerdings auch keine echte Alternative zu sein. Einige Mitbürger parken regelrecht „gefährlich“, berichtet Anliegerin Yoshi Kruse. Da werde ein Fahrzeug auch schon mal auf dem Gehweg abgestellt. Die Standortwahl für die Container mache für sie jedenfalls „keinen Sinn“. Dem schließt sich eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, an. „Den Standort hätte ich nicht gewählt – einfach blöde“.„Da muss man doch fragen, wer sich diese unsinnige Verlegung ausgedacht hat“, bringt es Körper schließlich auf den Punkt.

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Nach Auskunft von Pressesprecher Stefan Altmeyer von der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) erklärt sich der Umzug der Container damit, dass der bisherige Standort nur durch Duldung der Eigentümerin, namentlich des Annastifts, möglich war. Die Einrichtung sei jedoch an aha herangetreten und habe die Räumung der Container gefordert. Grund dafür sei die potenzielle Verletzungsgefahr der Nutzer des Annastifts durch herumliegende Scherben. Der Abfallwirtschaftsbetrieb habe innerhalb von 24 Stunden darauf reagiert und die Container an die neue Stelle umsetzen lassen. Warum gerade diese Alternative gewählt wurde, bleibt jedoch ungeklärt. Die Betroffenen können aber hoffen. „Sollte es hier Probleme geben, werden wird das genau beobachten und über eventuelle neue Standorte nachdenken“, kündigt Altmeyer an.

Viktoria Hübner