Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Süd Wildwuchs an der Willmerstraße
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Wildwuchs an der Willmerstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 19.08.2010
Von Michael Zgoll
Wildwuchs neben dem Südschnellweg
Wildkräuter und Abfall neben dem Südschnellweg bieten keinen schönen Anblick. Quelle: Zgoll
Anzeige

Wildkräuter wachsen weit über die Gehwegplatten hinaus, Plastiktüten, Getränkebecher und alte Pappen liegen entlang eines Zauns: Der Bürgersteig an der Willmerstraße kurz vor der Auffahrt zum Südschnellweg ist wahrlich keine Zierde. Der Müll liegt am Rand eines Grundstücks, auf dem der Autoverleiher Buchbinder und die Autowerkstatt AMS angesiedelt sind. Jüngst hatten sich Anwohner aus Döhren, die die schon länger währende Verwahrlosung nicht mehr hinnehmen wollen, an die Verwaltung und den Stadt-Anzeiger gewandt. Anfang dieser Woche war ein Abfallfahnder des Abfallwirtschaftsbetriebs aha vor Ort und begutachtete die Situation. „Ein heftiger Fall“, bestätigt nun aha-Pressesprecher Stefan Altmeyer.

Generell seien Grundstückseigentümer verpflichtet, einen angrenzenden Gehweg einmal wöchentlich zu reinigen und auch Wildkräuter zu entfernen – insbesondere dann, wenn diese wie in dem Abschnitt zwischen Wagenfeld- und Heuerstraße schon so weit auf einen Gehweg ragen würden, dass Fußgänger auf den benachbarten Radweg ausweichen müssten. Nach Auskunft von Altmeyer wird dem Eigentümer nun eine Frist von vier Wochen, gegebenenfalls eine Nachfrist von weiteren zwei Wochen für eine Reinigung in eigener Verantwortung gewährt. Wenn dann immer noch nichts passiert sei, übernehme aha die Säuberung der betreffenden Fläche; auf den Grundstückseigner kämen anschließend eine Rechnung sowie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zu, das eine Geldbuße in einer Größenordnung zwischen 75 und 5000 Euro nach sich ziehe.

Auf Anfrage des Stadt-Anzeigers erklärten die Geschäftsführer von Autoverleih und Werkstatt, dass sie sich nicht für die Beseitigung des Unrats verantwortlich fühlen würden, da sie nur Untermieter seien und keine vertragliche Verpflichtung zu einer Reinigung existiere. Deshalb müsse sich die Stadt an den eigentlichen Immobilienbesitzer wenden.