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Süd Wohnprojekt nimmt 
die nächste Hürde
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Wohnprojekt nimmt 
die nächste Hürde
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21:02 06.03.2010
Von Michael Zgoll
So soll die ehemalige Sehbehindertenschule in der Schlägerstraße einmal aussehen.
So soll die ehemalige Sehbehindertenschule in der Schlägerstraße einmal aussehen. Quelle: Handout
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Die hannoversche Projektentwicklungsgesellschaft „Plan W“, die ein Partner des in ganz Norddeutschland agierenden Unternehmens „Conplan“ aus Lübeck ist, will das ehemalige Gebäude der Sehbehindertenschule im Rahmen eines Bauherren-Modells umbauen (der Stadt-Anzeiger berichtete). Vorgesehen sind in dem vom Nordstädter Architektenbüro „Mosaik“ konzipierten Projekt „Südstadtschule“ 16 bis 18 Eigentumswohnungen und zwei Büros; die Südstadtbücherei wird auf den Jugend- und Kinderbereich reduziert und zieht innerhalb des Geländes an die Schlägerstraße um.

Der angekündigte Baubeginn – die Rede war ursprünglich vom Anfang dieses Jahres – verschiebt sich allerdings um einige Monate. Die Vertragsverhandlungen um die Verlagerung der Bücherei und die von der Stadt zu entrichtende Miete hatte sich länger hingezogen als geplant. Der Verkauf des 4500 Quadratmeter großen Grundstücks bringt der Kommune dem Vernehmen nach einen Erlös im hohen sechsstelligen Bereich ein. Nach Angaben von „Plan W“ soll der Kaufvertrag im April unterzeichnet werden; derzeit operiert der Projektentwickler noch mit einer „Anhandgabe“, die jüngst um ein halbes Jahr verlängert wurde. Ende Mai will das Unternehmen mit den Umbauarbeiten beginnen.

Priorität hat die Verlegung der Bibliothek, die in einen Gebäudeteil weiter südlich verlagert wird. „Wir werden ein Auge darauf haben, dass die Bücherei auch tatsächlich die versprochene Größe von 400 Quadratmetern hat“, erklärte SPD-Fraktionschef Ewald Nagel in der Bezirksratssitzung. Einhelligen Zuspruch fand auch ein vom stellvertretenden Bürgermeister Ekkehard Meese (Grüne) eingebrachter Änderungsantrag von Rot-Grün, wonach die Ersatzpflanzungen für neun auf dem Areal zu fällende Bäume so nah wie möglich am ehemaligen Schulgebäude vorgenommen werden sollen. Voraussichtlich 21 Bäume aus dem Altbestand können laut Bebauungsplan in das Bauherren-Projekt integriert werden.