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Süd Zentrum wird zur Großbaustelle
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Zentrum wird zur Großbaustelle
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13:00 27.02.2014
Von Margret Jans-Lottmann
Bereits 13 Bäume sind an der Haltestelle „Großer Hillen“ gefällt worden.
Bereits 13 Bäume sind an der Haltestelle „Großer Hillen“ gefällt worden. Quelle: Rainer Surrey
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Kirchrode

Die Infra benötigt eine gut 500 Quadratmeter große Grundstücksfläche des Krankenhauses „Neu-Bethesda“, um genug Platz für Hochbahnsteig und Fahrbahnen zu haben. Zudem mussten 26 Straßenbäume weichen. 19 werden vor Ort, weitere mit der Aufforstung eines Klimawaldes in Lahe ersetzt. Der Hochbahnsteig am Großen Hillen soll Ende 2015 in Betrieb gehen.

Auf der Strecke der Stadtbahnlinie 5 durch die Tiergartenstraße in Kirchrode werden Hochbahnsteige an zwei Haltestellen errichtet, die Fahrgästen einen stufenlosen Zugang zur Stadtbahn ermöglichen sollen: Ein Bahnsteig entsteht in Höhe der Einmündung Saarbrückener Straße. Dafür sollen die Haltestellen Mettlacher Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße zusammengelegt werden: Nach einer Erhebung der Üstra von 2011 steigen an jeder der zwei Haltestellen täglich nur 560 beziehungsweise 540 Fahrgäste ein oder aus. Die vorbereitenden Leitungsarbeiten haben bereits begonnen. Der Hochbahnsteig „Saarbrückener Straße“ soll nach Auskunft von Martin Vey, Betriebsleiter Bau bei der Infra, Ende dieses Jahres fertig sein. Die Kosten werden mit rund 3,7 Millionen Euro veranschlagt.

Der zweite Hochbahnsteig an der Haltestelle „Großer Hillen“ liegt im lebhaften Ortszentrum von Kirchrode. Dort hat die Üstra rund 4460 ein- oder aussteigende Kunden gezählt. „Dieser Hochbahnsteig ist der mit Abstand schwierigste und anspruchsvollste, den ich in den vergangenen zwölf Jahren betreut habe“, sagt Vey. Am Großen Hillen ändere sich die gesamte Trassierung der Stadtbahn. Dort gebe es wenig Platz und viele Geschäfte. Auch aus geometrischen Gründen gestaltet sich die Lage nach den Worten Veys schwierig: Der Hochbahnsteig wird in einem Kurvenbereich errichtet, muss aber möglichst gerade sein. Nur so könne der Spalt zwischen Bahn und Bahnsteigkannte so schmal ausfallen, dass auch Rollstuhlfahrer problemlos einsteigen könnten, erläutert der Fachmann. Die Kosten für dieses Bauwerk sind mit rund 7,7 Millionen Euro denn auch mehr als doppelt so hoch wie für den Hochbahnsteig „Saarbrückener Straße“.

Mit dem Beginn der eigentlichen Bauarbeiten für den Hochbahnsteig in Kirchrodes Zentrum, der samt Rampen an beiden Enden rund 70 Meter lang und zwischen 4,13 und 5,42 Meter breit sein wird, rechnet der Betriebsleiter Anfang April. Dann sollen zunächst die Grundstücksgrenze am Henriettenstift neu gezogen, Versorgungsleitungen erneuert und ein neuer Gehweg angelegt werden. Im Verlauf der weiteren Leitungs-, Gleis- und Straßenbauarbeiten müssen Verkehrsteilnehmer ab Ende Juni zeitweise Behinderungen sowie klein- und großräumige Umleitungen in Kauf nehmen.

Wenn der Hochbahnsteig Ende 2015 in Betrieb gegangen ist, schließen sich noch Fahrbahnarbeiten an. Diese sollen nach Veys Angaben im ersten Quartal 2016 abgeschlossen sein. Während der Bauzeit fallen öffentliche Parkplätze in der Tiergartenstraße weg - und es werden nach dem Umbau weniger sein: Voraussichtlich drei Parkplätze verschwinden am Großen Hillen. In dem Abschnitt der Tiergartenstraße zwischen Mardalstraße und Kronsberger Straße wird es Richtung stadtauswärts statt der bislang 27 Parkplätze nur noch Parkbuchten für 16 Autos geben, zwei davon als Behindertenparkplätze. Richtung stadteinwärts wird die Zahl der Stellplätze von 20 auf 13 verringert.

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