Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Südstadt Die Grundschule Tiefenriede wird zur Ganztagsschule
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Die Grundschule Tiefenriede wird zur Ganztagsschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:30 25.07.2017
Von Saskia Döhner
Der Umbau von der Realschule zur Grundschule ist eine logistische Herausforderung für die Architekten. Quelle: Samantha Franson
Hannover

„Sowohl das Schulgelände als auch das Gebäude wurden 1957 nicht als Grundschule und schon gar nicht als inklusive Schule geplant“, sagt die Leiterin der Grundschule Tiefenriede, Insa Reichwehr. „Die Schülerinnen und Schüler begegnen sich noch zu wenig, es gibt viele Fachräume, lange Flure, zu wenig Toilettenräume und leider keine Aula, sondern eine Turnhalle, wo man Einschulungen und Verabschiedungen gefeiert hat. Alles ist für Grundschulkinder zu weitläufig.“ Das, was Grundschulen heute brauchen, hat der Standort aber bislang nicht: Barrierefreiheit, Fahrstühle, Rampen und helle, freundliche Differenzierungsräume, Räume für den Ganztagsbetrieb. Das soll jetzt entstehen. Bis 2020 wird laut Auskunft der Stadt aus der ehemaligen Realschule – auch räumlich – eine Grundschule geworden sein. Dann können sie auch Kinder mit Gehhilfen oder Rollstühlen besuchen.

Turn Klubb bietet Programm

Angebot reicht von offen bis teilgebunden

Die südlichen Stadtteile sind überaus gut mit Ganztagsangeboten versorgt: In Mittelfeld, Wülfel und Döhren liegt die Quote zwischen 80 und mehr als 100 Prozent. Auch viele Horte sind vorhanden. Durchweg erhalten die Ganztagsschulen Teilnahmequoten von fast zwei Dritteln oder mehr, wie etwa an der Grundschule Loccumer Straße oder der Heinrich-Wilhelm-Olbers-Schule. In der Südstadt ist die Otfried-Preußler-Schule teilgebunden, an zwei Tagen in der Woche verpflichtend. Die Grundschule Kestnerstraße hat Interesse, auf Ganztagsbetrieb umzustellen, wann, ist unklar. Die Südstadtschule hat die räumlichen Bedingungen dafür nicht. In Bemerode und Kirchrode sind bereits vier Ganztagsgrundschulen, in drei Fällen ist der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Kooperationspartner.

Kooperationspartner für die Ganztagsbetreuung ist der Turn Klubb zu Hannover (TKH), der schon für vier andere Grundschulen in der Stadt tätig ist. Wer länger arbeitet, kann sein Kind bis 17 Uhr in der Betreuung lassen. Ende der Sommerferien soll der Ganztagsbereich fertig sein, die Mensa allerdings erst nach den Herbstferien. So lange werden die Schüler die Mensa der benachbarten Elsa-Brandström-Schule mitnutzen.

Es werde höchste Zeit, dass der Ganztagsbetrieb endlich komme, sagt Reichwehr. „Eltern sollen Beruf und Kinder vereinbaren können.“ Es gebe auch getrennt lebende Eltern, für die solche Angebote wichtig seien. „Wir als Gesellschaft sollten uns alle gemeinsam darum kümmern, dass Kinder auch nachmittags gut untergebracht sind.“ Und dazu müssten auch die Platzverhältnisse stimmen, denn: „Raum ist der dritte Pädagoge.“

Viele Angebote in der Natur

Reichwehr will im Nachmittagsangebot auch die naturnahe Lage zwischen Hoppenstedtwiese und Tiefenriede nutzen. Viel soll draußen stattfinden, daneben sei ein Schwerpunkt gesunde Ernährung. Der TKH bringt viele interessante Bewegungsangebote mit, auch Schwimmkurse wird es geben. Wer Caterer für das Mensamittagessen wird, ist noch unklar. Das Mittagessenkonzept, an dem auch Kollegium und Schulelternrat beteiligt sind, sieht „regionales, saisonales und Bio-Essen“ vor.

Dass die Ganztagsschule den Horten den Rang ablaufen wird, glaubt sie nicht: „Dazu ist der Bedarf viel zu hoch, wir haben Familien aus vier Stadtteilen.“ Reichwehr sieht auch, dass Horte pädagogisch eine höhere Qualität anbieten können als Ganztagsschulen. Horte haben andere Bedingungen als Ganztagsschulen. Lehrer für die Ganztagsangebote bereitzustellen, sei gar nicht möglich: „Wie alle Schulen decken wir zunächst den Unterricht am Vormittag komplett ab.“

Anfang Juli hat Salomon Finkelstein in der holländischen Kakaostube seinen 95. Geburtstag gefeiert. Für Finkelstein, der in Auschwitz Häftling 142.340 war und als einer der letzten Überlebenden des Holocaust gilt, ist es einer von drei Geburtstagen im Jahr. Die anderen beiden fallen auf den Tag seiner Befreiung.

24.07.2017

Der Stephansplatz soll attraktiver werden, auch der beliebte Spielplatz wird saniert. Die Entwürfe für die Neugestaltung der Spielfläche hat die Stadt auch mit Kindern besprochen, die wiederum eigene Ideen in die Planung einbrachten. Die Kosten der Spielplatz-Sanierung betragen rund 65.000 Euro.

Mathias Klein 24.07.2017

Blöd gelaufen: Weil eine 38 Jahre alte Frau am Donnerstagnachmittag Schutz vor dem Regen unter einem Gartenpavillon an der Wilhelmstraße (Südstadt) suchte und die Frau einem Anwohner vermeintlich hilflos vorkam, rief er die Polizei. Doch die hält die Frau für alles andere als hilflos.

21.07.2017