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Südstadt Jugendliche greifen Polizistin an und treten auf sie ein
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt Jugendliche greifen Polizistin an und treten auf sie ein
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18:32 18.08.2017
An der Station Geibelstraße wurden die alkoholisierten Mädchen schließlich überwältigt. Quelle: Kutter
Hannover

„Als sie einer 27-Jährigen Schläge androhten, schaltete sich die Polizistin ein“, sagt Behördensprecher Mirco Nowak. Die 29-Jährige war privat unterwegs.

Polizisten können sich trotz Freizeit in den Dienst zurückversetzen, wenn sie eine Straftat beobachten. „Die Beamtin forderte die Mädchen auf, ihr die Ausweise zu zeigen“, sagt Nowak. Doch stattdessen fingen die Teenagerinnen an, die 29-Jährige zu beleidigen und zu attackieren. Sie schlugen und traten auf die Kommissarin ein, sodass diese zu Boden ging – auch dann ließen die Mädchen nicht von ihrem Opfer ab.

Erst an der Station Geibelstraße konnte die Polizistin die 16-Jährige aus der Bahn ziehen. „Dort kamen ihr Passanten zu Hilfe und hielten die weiterhin aggressiven und betrunkenen Frauen bis zum Eintreffen der Polizei fest“, sagt Nowak. Die verletzte Polizistin musste vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Stadtbahnverkehr auf den Linien 1, 2 und 8 wurde für fast eine Stunde eingestellt.

Jugendamt wird informiert

Zu den Promillewerten macht Nowak mit Verweis auf das junge Alter der Angreiferinnen keine Angaben. Die 14-Jährige stammt aus Garbsen, das zwei Jahre ältere Mädchen kommt aus Hannover. Beide müssen sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung sowie Bedrohung verantworten. Die Polizei wertet dazu unter anderem die Videoaufnahmen der Üstra aus. Darüber hinaus suchen die Ermittler Zeugen, unter anderem die Fahrgäste aus der Stadtbahn. Sie werden gebeten, sich beim Kommissariat Südstadt unter Telefon (05 11) 109 -3217 zu melden.

Zudem werde wohl das Jugendamt informiert. Laut Frank Fischer, Leiter des Therapiezentrums Teen Spirit Island auf der Bult, könnte den Mädchen aufgrund ihrer Trinkerei mindestens die Teilnahme an der Suchtsprechstunde drohen – unabhängig vom Strafverfahren. „Das Jugendamt wird wohl Druck machen“, sagt er. Je nach Schwere des Problems stehe sogar eine stationäre Therapie im Raum. Die Strafe müsse schnell folgen, damit sie als Konsequenz der Schlägerei begriffen werde. „Kinder brauchen Grenzen“, sagt Fischer.

Von Peer Hellerling

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