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Südstadt So sollten Kinder sich verhalten, wenn Fremde sie ansprechen
Hannover Aus den Stadtteilen Südstadt

Kinder von Fremden angesprochen: So sollten sie sich verhalten

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14:59 19.09.2019
  Quelle: Jannis Große, imago
Hannover

Es ist eine Horrorvorstellung vieler Eltern: Ein Mann spricht die Tochter oder den Sohn auf der Straße an und nimmt das Kind mit. Vor allem in der Südstadt von Hannover ist derzeit die Sorge groß. Zwar befindet sich der 57 Jahre alte Mann seit Donnerstagmittag in der Psychiatrie, nachdem er in zahlreichen Fällen versucht hatte, Schülerinnen zu sich nach Hause zu locken. Viele Eltern haben aber die Sorge, dass sich die Vorfälle so oder so ähnlich wiederholen könnten.

Kinder sollen lernen, „Nein“ zu sagen

Deshalb hat die Polizei Hannover Tipps für Eltern zusammengestellt: Eltern sollten ihren Kindern mitgeben, auch Erwachsenen gegenüber „Nein“ sagen zu dürfen. Die Mädchen und Jungen sind nicht verpflichtet, mit Fremden zu reden oder Auskünfte zu geben. „Ängstigen Sie ihr Kind nicht“, betont Polizeisprecher Thorsten Schiewe. „Aber Eltern sollten ihrem Kind immer wieder sagen, dass es ohne Erlaubnis der Eltern weder mit jemandem mitgehen noch in dessen Auto steigen darf.“ Und die Kinder sollten es ihren Eltern erzählen, wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert wurde oder dieses trotz eines Verbots sogar getan hat.

Mütter und Väter sollten ihre Kinder darauf vorbereiten, dass sie von Fremden angesprochen und zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert werden könnten. Für den Schulweg oder die Freizeit der Kinder können Eltern Verhaltensregeln festlegen. Rollenspiele, zu denen manche Experten raten, sollten Eltern nicht machen. Denn diese würden die Kinder nur unnötig ängstigen, meint die Polizei.

Möglichst in Gruppen unterwegs sein

Kinder sollten möglichst nicht allein, sondern in kleinen Gruppen zusammen mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz gehen, rät die Polizei. Denn die Gruppe schützt. Und die Mädchen und Jungen sollten sich Pünktlichkeit angewöhnen. Für den Schulweg und in der Umgebung der Wohnung können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern für den Fall der Fälle nach verlässlichen Ansprechpartnern suchen. Das können die Mitarbeiter in einen Geschäft, in einer Arztpraxis oder in einer Behörde sein oder Bekannte der Familie in einem Haus.

Im Notfall sollten Kinder andere Erwachsene ansprechen und um Hilfe bitten, rät die Polizei Hannover. Eine Möglichkeit ist auch, laut um Hilfe zu rufen, zum Beispiel einfach „Feuer“. Wer wegrennt, sollte auf jeden Fall zu anderen Menschen laufen und sich auf keinen Fall verstecken. Wenn Gelegenheit besteht, können die Angesprochenen auch den Notruf 11o wählen (funktioniert auch ohne Guthaben und ohne SIM-Karte).

Keine Gerüchte verbreiten

Wenn ein Kind den Eltern berichtet, dass es von einem Fremden angesprochen wurde, sollten die Eltern das Mädchen oder den Jungen dafür loben. Die Eltern sollten dann die Polizei verständigen, das ist über den Notruf 110 jederzeit möglich. Und Polizeisprecher Schiewe bittet dringlich darum, keine Gerüchte zu verbreiten. Mit einer kurzen Nachricht in einer Whats-App-Gruppe oder bei Facebook könnten schnell falsche Verdächtigungen entstehen, die sich nicht mehr zurücknehmen lassen. Stattdessen soll der Polizei die Entscheidung überlassen bleiben, wann Informationen an die Öffentlichkeit getragen werden sollten.

Von Mathias Klein

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