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Aus den Stadtteilen Anlieger erwarten die neuen Nachbarn
Hannover Aus den Stadtteilen Anlieger erwarten die neuen Nachbarn
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00:15 24.02.2015
Von Bärbel Hilbig
Brache mit Potenzial: Auf dem Baugrundstück Weidendamm / Ecke Kopernikusstraße wird ab dem Frühjahr ein Wohnprojekt für Flüchtlinge hochgezogen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Nordstadt

In dem viergeschossigen Gebäude sollen 14 Wohneinheiten für jeweils vier Personen entstehen. Je nachdem, ob Alleinstehende oder Familien einziehen, könnte es Platz für 52 bis 58 Flüchtlinge bieten. „Wir orientieren uns in der Gestaltung an den Gebäuden, die bereits dort stehen“, sagt Ursula Schroers von der GBH.

Die Grundstruktur des Gebäudes ist so konzipiert, dass es später leicht von einer Flüchtlingsunterkunft in ein Wohnhaus umgewandelt werden kann. Die Grundrisse sind variabel: Aus den zunächst 14 Wohneinheiten können 18 Wohnungen in unterschiedlicher Größe entstehen. „Der Umbau ist mit wenig Aufwand möglich“, erläutert Ursula Schroers. Wenn das Haus eines Tages nicht mehr für Flüchtlinge gebraucht wird, kann es Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit knapp 40 bis gut 70 Quadratmeter Größe bieten.

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Die GBH, eine städtische Tochtergesellschaft, will darüber hinaus die gesamte Brachfläche bis zum Weidendamm von der Stadt übernehmen. Am anderen Ende des länglichen Grundstücks plant sie an der Ecke von Kopernikusstraße und Weidendamm ein mehrstöckiges, L-förmiges Wohngebäude. Im Erdgeschoss sind Geschäfte vorgesehen, darüber rund 80 kleine Wohnungen für Studenten. Die Ein-Zimmer-Apartments werden maximal 30 Quadratmeter groß sein - damit die Mietpreise überschaubar bleiben. „Wir wollen sie selbst vermieten“, kündigt Bereichsleiterin Schroers an. Wann der Bau startet, ist noch offen. Ein Baucontainer, der aktuell auf dem Grundstück steht, gehört zu einer anderen Baustelle.

Das Flüchtlingswohnheim soll Anfang 2016 bezugsfertig sein. Dennoch gab es kürzlich bereits eine erste Zusammenkunft von Bürgern und Institutionen aus der Nordstadt, die den zu erwartenden Bewohnern zukünftig zur Seite stehen wollen. Der Integrationsbeirat Nord hatte zu dem vorbereitenden Treffen eingeladen, bei dem Kirchengemeinden, Caritas, Diakonie, Kommunaler Seniorenservice, Polizei, der Verein Nordstadt, Stadtteilzentrum und Spokusa vertreten waren. Renée Bergmann vom stadtweiten Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte und die Mitarbeiter eines bestehenden Wohnheims berichteten von bisherigen Erfahrungen.

„Wir wollen vorab im Stadtteil über die geplante Flüchtlingsunterkunft informieren, damit sich niemand überrascht fühlt“, sagt Christine Deja, Vorsitzende des Integrationsbeirats. Geplant ist, in der Bauphase mit einem Infostand Bürger anzusprechen, zum Beispiel bei Stadtteilfesten oder auch vor dem Rewe-Markt. Bei dem Treffen bildete sich denn auch eine Arbeitsgruppe für Öffentlichkeitsarbeit. Eine zweite Gruppe will Hilfsangebote für die Flüchtlinge organisieren.

Kontakt mit der Willkommens-AG kann über die Stadtbezirksmanagerin Astrid Schepers unter E-Mail 18.63.13@hannover-stadt.de aufgenommen werden.

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