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Aus den Stadtteilen Neues Leben für alte Villa
Hannover Aus den Stadtteilen Neues Leben für alte Villa
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00:17 23.02.2015
Die Villa ist seit Langem unbewohnt. Nun soll sie wieder hergerichtet werden.
Kirchrode

„Wir investieren rund 8 Millionen Euro“, sagte Geschäftsführer Hendrik Fischer dem Stadt-Anzeiger. Das um 1895 errichtete Haus, dem vor Jahrzehnten ein Turmerker abhanden gekommen war, soll seine ursprüngliche Form wiederbekommen. Geplant sind auch ein Anbau und die Modernisierung einer früheren Backmittelfabrik auf demselben Grundstück.

Zwölf Eigentumswohnungen und mehrere Büroeinheiten sollen im Zuge des Umbaus im gesamten Komplex entstehen. Gut die Hälfte der geplanten Wohnungen sei bereits verkauft, sagte Fischer. Für die Fahrzeuge der künftigen Bewohner sind Parkplätze in einer Tiefgarage vorgesehen.

Die seit Langem nicht mehr bewohnte Villa wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schließlich musste ein in Mitleidenschaft gezogenener Erker abgerissen werden. Risse durchziehen heute das Gemäuer - der Sanierungsbedarf des historischen Baus ist nicht zu übersehen. Über Generationen hinweg kannten die Kirchröder auch die hinter dem Wohnhaus liegende Backpulverfabrik; ebenso wie die Villa ist der Ziegelbau schon lange ungenutzt. Beide Gebäude unterliegen dem Ensembleschutz. Daher muss die Stadt in die Planungen einbezogen werden.

Die Eigentümerfamilie wollte das Grundstück schon längst verkaufen. Etliche Interessenten verhandelten mit der Stadt über die Konditionen. Sogar ein Komplettabriss und eine massive Bebauung des großzügigen Geländes waren zwischenzeitlich im Gespräch. Die Familie möchte lieber im Hintergrund bleiben und sich nicht näher zu den Verhandlungen äußern. Aber sie ließ auf Anfrage durchblicken, wie zäh diese waren. Fünf Jahre habe es gedauert, sagte ein Familienmitglied.

Fischer-Bau hat das Ensemble nun erworben und will von den historischen Baukörpern so viel wie möglich erhalten. Die Fassade der Villa werde rekonstruiert, erklärte Geschäftsführer Fischer. Das schließe auch den Wiederaufbau des abgerissenen Türmchens ein. Mit dem Ronnenberger Architekten Bernd Sammann habe das Unternehmen einen Spezialisten für die Sanierung alter Gebäude beauftragt. Sammann hat unter anderem 2011 eine Expertise für die Stadtverwaltung zur Entwicklung des historischen Ortskerns von Bemerode erarbeitet.

Die Villa wird nach alten Plänen und Fotos wieder hergerichtet. An ihrer Ostseite schließt sich ein Anbau an, in dem weitere Wohnungen Platz finden werden. Der Anbau erhält eckige, sehr moderne Formen, um sich von der Gründerzeit-Villa abzuheben. Das gemeinsame Dach und ein weiterer Erker aber greifen die historische Formensprache auf. Das alte Fabrikgebäude wiederum soll ein Stück versetzt werden, um die heute üblichen Abstände zwischen den Gebäuden zu wahren. „Die Ziegelsteine der Fabrik werden kartiert“, betonte Fischer. Geplant ist ein zweites Ensemble, das alte Strukturen und moderne Architektur mixt. Die ehemalige Fabrik soll in dem Neubau aber erkennbar bleiben - möglichst viele Originalziegel werden nach dem überlieferten Muster verbaut.

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