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Aus den Stadtteilen Provisorische Kita zieht auf den Waterlooplatz
Hannover Aus den Stadtteilen Provisorische Kita zieht auf den Waterlooplatz
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00:17 22.11.2015
Von Andreas Schinkel
Diese Container sollen vom Sportplatz des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums auf den Waterlooplatz versetzt werden.
Diese Container sollen vom Sportplatz des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums auf den Waterlooplatz versetzt werden. Quelle: Kaune
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Bei den Containern handelt es sich um Module, die derzeit auf dem Sportplatz des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG) stehen, wo sie als vorübergehende Kita dienen. Sobald die Kinder auf dem KWRG-Gelände Anfang August 2016 in einen Neubau an die Birkenstraße ziehen, werden die Container vom Schulsportplatz entfernt und auf dem Waterlooplatz installiert. Dort entsteht dann Raum für 70 Kinder. „Im Stadtbezirk Mitte besteht ein hoher Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen“, heißt es in den Plänen der Stadt.

Wie lange die Behelfskita auf dem Platz bleibt, ist unklar. Politiker im Bezirksrat Mitte, die dem Vorhaben kürzlich zugestimmt haben, rechnen mit zwei bis drei Jahren. Damit ist für den Waterlooplatz bereits das zweite Containerdorf in Planung. An anderer Stelle, nahe den Ministerien, will die Stadt Wohnmodule für Flüchtlinge aufstellen. Die Flüchtlingsunterkunft ist in der Ratspolitik umstritten. CDU-Politiker meinen, dass die Menschen auf dem verkehrsumtosten Platz wie auf dem Präsentierteller leben.

Kritik gibt es auch an den Kita-Containern. „Der Platz ist fußläufig schlecht angebunden“, sagt Martin Nebendahl, Grünen-Fraktions­chef im Bezirksrat. Wenn Eltern mit Kinderkarren die sechsspurige Lavesallee überqueren möchten, müssen sie mit einer Unterführung vorlieb nehmen. „Die Rampen sind dort sehr steil“, sagt Nebendahl. Daher müsse man über eine zusätzliche Ampel nachdenken. „Der Fußgängertunnel macht zudem einen äußerst schmuddeligen Eindruck“, moniert FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.