Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus den Stadtteilen Ramme arbeitet mit Riesenlärm
Hannover Aus den Stadtteilen Ramme arbeitet mit Riesenlärm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 26.02.2015
Von Bärbel Hilbig
Am Lodyweg laufen Gründungsarbeiten für das neue Wohnheim. Quelle: Michael Wallmueller
Hannover

Die Vorbereitungen für die neuen Häuser des Studentenwohnheims im Lodyweg schreiten kräftig voran. Mit einer mächtigen Spezialramme setzen Bauarbeiter aktuell mit großem Getöse sogenannte Stopfbohrungen auf dem Gelände. „Damit keine statischen Probleme auftreten, müssen wir den Boden verstärken“, erläutert Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover. Denn der Grund, auf dem die neuen Gebäude entstehen, besitze nicht überall die gleiche Festigkeit. Die Ramme bohrt Löcher, die zugleich mit Kies verfüllt werden. „Nachdem der Kies durch Rütteln verdichtet worden ist, hat das Ganze die gleiche Standfestigkeit wie eine Betonsäule“, beschreibt Hoffmann. Die Kiessäulen tragen später die Bodenplatten für die entstehenden Häuser.

Das Studentenwerk Hannover will seine bestehenden Wohnhäuser auf dem Dreieck zwischen Lodyweg, Jägerstraße und Bremer Damm erweitern. Es reagiert damit auf die immense Nachfrage nach erschwinglichen Zimmern. Dafür sind im Dezember bereits zwei kleine veraltete Wohnhäuser auf dem Gelände abgerissen worden. Geplant sind vier moderne dreistöckige Kuben mit Wohnräumen für 80 Studenten.

Doch bis dahin vergeht noch etwas Zeit. Die Nachbarn werden bis Mitte März mit dem Lärm leben müssen, der um 8 Uhr beginnt und bis 18 Uhr dauern kann. Besonders hautnah erleben die Studenten im bereits bestehenden Wohnheim die Bauarbeiten. Und auch Hoffmann und seine Mitarbeiter, denn etliche Büros des Studentenwerks liegen an der Jägerstraße. „Einige Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz in den Flur verlegt“, berichtet Hoffmann. Das Spezialgerät hat seinen Preis: Im Betrieb kostet es 400 Euro pro Stunde.

Da der Koloss auch mehr Platz braucht, als ursprünglich gedacht, haben sich die Arbeiten auf der Baustelle um eine Woche verzögert. Vorher mussten noch die benachbarten Bäume mit einer Ummantelung geschützt werden. Neben Buschwerk sind vier größere Bäume für den Neubau gefällt worden, zwei weniger als geplant. Eine geänderte Zuwegung für die Feuerwehr machte das möglich, Hoffmann ist froh darüber. „Die Bäume tragen zur Schönheit des Grundstücks bei, das direkt am Georgengarten liegt.“

Die Rohbauten soll bis Mitte Juli stehen, dann beginnen die Arbeiten an der Fassade und der Innenausbau. Die Fertigstellung ist für April 2016 geplant. Insgesamt liegen die Baukosten bei rund 6,6 Millionen Euro. Auf das Wohnheim selbst entfallen dabei fünf Millionen. Im Erdgeschoss der vier Gebäude dürfen keine Wohnungen untergebracht werden, weil das Gelände im Hochwasser-Risikogebiet liegt. Deshalb entstehen parterre in einem der Häuser Arbeitsräume für Studenten. In den anderen drei Blocks sind Büros für das Studentenwerk geplant, außerdem Funktionsflächen für das Wohnheim wie Fahrradstellplätze, Lager und Hausmeisterräume.

Hannover bekommt eine weitere Grundschule: Der Schulausschuss der Stadt und der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld haben beschlossen, eine neue zweizügige Grundschule ab diesem Sommer zu bauen.

26.02.2015

Sechs Wochen haben etliche gehbehinderte Senioren in einem Mietshaus in der Südstadt auf die Reparatur des Aufzugs gewartet. Jetzt funktioniert der Fahrstuhl wieder, doch die Anlage hat ihre Tücken.

Andreas Schinkel 26.02.2015

55 Kilogramm - so viel wiegen 10.000 Glasmurmeln. Das ist eine Zahl, die der Maschinenbauingenieur Ortwin Grüttner genau berechnet hat. Denn diese Masse an bunten Murmeln wird er am morgigen Freitag um 15 Uhr im Ricklinger Freizeitheim rollen lassen. Auf der mit 25 Metern längsten Murmelbahn, die der Hobbybastler jemals gebaut hat.

26.02.2015