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Aus den Stadtteilen Reiterverein sieht Turniere doch gesichert
Hannover Aus den Stadtteilen Reiterverein sieht Turniere doch gesichert
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09:00 15.02.2015
Von Bärbel Hilbig
Diese Flächen sind für Flüchtlingsunterkünfte im Gespräch. -Hier: Nordöstlich des Reiterstadions am Sahlkamp. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Vahrenheide

Vahrenheide. Ein erstes Gespräch mit der Stadtverwaltung hat dem Reiterverein Hannover offenbar einige Sorgen genommen. Die Stadt plant ein mobiles Flüchtlingswohnheim auf einer stadteigenen Grünfläche neben dem Reiterstadion, die der Verein jedes Jahr für zwei Großveranstaltungen benötigt. Die Vereinsmitglieder fürchteten, dass die neuen Pläne das Hannoversche Landesturnier Springen und Dressur sowie das Trakehner-Bundesturnier gefährden. Für beide Turniere pachtete der Reiterverein bisher befristet die benachbarte Wiese und brachte dort zahlreiche der großen Transporter, Pferdehänger sowie Stallzelte unter.

„Es ist alles noch nicht festgezurrt, aber es hört sich sehr positiv an, was die Stadt uns jetzt vorgestellt hat“, sagt August Schmidt, Vorsitzender des Reitervereins Hannover. Die Stadtverwaltung will die Container-Unterkunft für Flüchtlinge auf dem östlichen Teil der Grünfläche aufstellen, die nordöstlich des Reiterstadions liegt. Begrenzt würde die Fläche für das Wohnheim im Norden von der Straße Sahlkamp, im Osten von einer Kleingartenanlage und der Straße Am Jagdstall. Für die Großveranstaltungen des Pferdesportvereins bliebe der größere, westlich gelegene Abschnitt. „Die Stadt will den Wendehammer nicht bebauen und uns eine mit Schotter befestigte Zufahrt anlegen“, berichtet Schmidt. Die komme auch dem Zirkus zugute, der regelmäßig auf der Grünfläche gastiert.

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Mit der verbesserten Zuwegung könnten die Fahrzeuge mit Pferdeanhänger auch bei schlechtem Wetter leichter auf das Gelände gelangen - eine große Erleichterung, die es dem Verein eher ermöglicht, mit der kleiner gewordenen Fläche zurechtzukommen. Außerdem wird die Stadt Strom- und Wasseranschlüsse für das Flüchtlingswohnheim legen und hat in Aussicht gestellt, dass der Reiterverein Hannover die Leitungen für seine Veranstaltungen mitnutzen darf. Die Reiter wissen das zu schätzen: Das teure Betreiben eines Generators und das lästige Wasserschleppen in Eimern könnten sie sich damit ersparen.

Die Stadtverwaltung hatte bereits in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide versprochen, in Gesprächen im Detail über den Bedarf des Vereins zu reden. Die genaue Größe und Lage der Container-Wohnanlage für Flüchtlinge sollte noch abgestimmt werden. Michael Heesch, Fachbereichsleiter Planen und Stadtentwicklung, hatte zugesichert, dass eine Lösung gesucht werden solle, damit beide Großveranstaltungen des Reitervereins stattfinden können. Beim Landesturnier sind jedes Jahr rund 500 Reiter, 1500 Pferde und mehr als 4000 Zuschauer an fünf Tagen in Hannover beim Reitverein zu Gast. Die traditionelle Veranstaltung findet seit mehr als 30 Jahren in Hannover statt.

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