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Aus den Stadtteilen „Sausewind“ und „Wirbelwind“ unter einem Dach
Hannover Aus den Stadtteilen „Sausewind“ und „Wirbelwind“ unter einem Dach
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09:00 17.02.2015
Aufsteiger: Viele „Wirbelwind“-Krippenkinder wechseln in die neue Kita. Quelle: Schwarzenberger
Hannover

Für den Betrieb dieser Einrichtung ist mit „Sausewind“ ein zweiter Verein verantwortlich. Die Stadt wird die Kita mit jährlich 104.600 Euro fördern. Diesem Plan stimmte der Bezirksrat Ricklingen in seiner jüngsten Sitzung einmütig zu.

In dem Ziegelgebäude an der Kreuzung zum Friedländer Weg wachsen die betreuten Jahrgänge also buchstäblich nach oben. Von der Krippe im Erdgeschoss, seit 2011 im Betrieb, können die Kleinen bald in die obere Etage wechseln. Dort wurde Ende vorigen Jahres eine Wohnung frei. „Das ist ein schöner Zufall“, freut sich Timm Margenfeld.

Der Jurist ist Vorsitzender von „Sausewind“. Seine Tochter Ida besucht bereits die „Wirbelwind“-Krippe. Auch andere Eltern dieser Einrichtung wollen die Betreuung ihrer Kinder über das Krippenalter hinaus in die eigene Hand nehmen und haben sich daher der neuen Elterninitiative angeschlossen. Zwei getrennte Trägervereine kümmern sich künftig um Krippe und Kita. Dass dies im gleichen Haus geschieht, war 2014, als „Sausewind“ ins Leben gerufen wurde, noch nicht absehbar. Seit Monaten waren Margenfeld und seine Mitstreiter auf der Suche nach Räumen. Die Nachricht von der frei werdenden Wohnung über der Krippe kam ihnen gerade recht.

Die Stadt hat nun eine Förderung in Aussicht gestellt; auch die Betriebserlaubnis erwartet „Sausewind“ in Kürze. Bis zum Sommer will der Verein noch etwa 30 000 bis 40 000 Euro für die Herrichtung von Sanitäranlagen, Gruppenräumen und einer eigenen Spielfläche im Garten in die Hand nehmen. Einige Kita-Plätze sind noch frei, vor allem Vier- und Fünfjährige sucht der Verein. Und er stellt neue Mitarbeiter ein: Zwei Erzieher in Vollzeit und eine Sozialassistentin in Teilzeit werden sich um die Kinder kümmern, zudem gibt es eine Stelle für junge Leute, die ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren.

Auch eine Betreuerin für den Spätdienst - die Kita wird bis 16 Uhr geöffnet sein - und eine Reinigungskraft werden beschäftigt. Der Verein will nicht am Personal sparen. „Die Einrichtung soll eine Entlastung für Eltern im Alltag sein“, sagt Margenfeld. Für mehrere Mahlzeiten täglich werde gesorgt. Die Eltern im Verein kümmern sich um Verwaltungsaufgaben. „Es wird auch ein paar gemeinsame Arbeitseinsätze geben“, sagt der Vorsitzende. Vor allem in den nächsten Monaten wollen die Eltern manche Umbauarbeiten selbst übernehmen - sobald die Baugenehmigung vorliegt.

2010 gründete Erzieherin Corinna Filthuth mit Eltern den Verein „Wirbelwind“, suchte nach einem Standort und fand das Ziegelgebäude an der Göttinger Chaussee. Es war die erste derartige Initiative, die in Oberricklingen eine privat geführte Krippe eröffnete. Schon damals war absehbar, dass es irgendwann auch eine eigene Kita geben sollte. Denn trotz neuer Einrichtungen, wie dem im Bau befindlichen Kindergarten am Butjerbrunnenplatz, fehlt es noch an Betreuungsplätzen im Stadtteil.

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