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Aus den Stadtteilen „Ich wollte gar nicht mehr weg“
Hannover Aus den Stadtteilen „Ich wollte gar nicht mehr weg“
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12:36 07.03.2015
Lehrer und Schüler aus Schweden, Spanien, der Türkei und von der Südstadtschule haben das Rathaus besichtigt. Quelle: Benjamin Behrens
Hannover

So international ist der Ratssaal im Rathaus selten besetzt, und so gering dürfte das Durchschnittsalter auch nicht oft sein. „Wir begrüßen hier heute Gäste aus Schweden, Spanien und der Türkei“, sagt Bürgermeister Thomas Hermann. Im vergangenen März waren Schüler der Südstadtschule zum Schüleraustausch in Saragossa in Spanien, jetzt kam der Gegenbesuch nach Hannover - und startete das Hannover-Programm mit dem Besuch im Rathaus und einer Stadtführung. Seit 2013 läuft das Gemeinschaftsprojekt als Teil des europaweiten Austauschprogramms Comenius. Dank der Förderung durch die EU bieten sich für die Schüler und Lehrer Möglichkeiten zum Austausch und zur Zusammenarbeit, die sonst kaum zu bewältigen wären.

Auch so ist der Austausch ein langwieriger Prozess, der viel Organisationsaufwand von den Schulen verlangt. „Wir haben 2012 den Aufnahmeantrag gestellt“, sagt Susanne Rothermund. Die 47-Jährige unterrichtet Deutsch, Sport und Englisch an der Südstadtschule. Zusammen mit einer Kollegin hat sie den Austausch organisiert. Dabei gab es viel zu beachten, denn die Schulen müssen sich gemeinsam bewerben und auch gemeinsame Aktivitäten erarbeiten. Bei verschiedenen Treffen in Hannover und im spanischen Teragossa planten die Lehrer der vier Schulen. Im Juni 2013 kam dann die Freigabe der EU.

Im März 2014 startete der Flieger nach Spanien, an Bord vier Schülerinnen, ein Schüler und zwei Lehrerinnen. In Saragossa lernen sie den spanischen Alltag, das Schulleben und ihre Gastfamilien kennen. Die Reise hat bleibende Eindrücke hinterlassen - und Freundschaften sind entstanden. „Es war sehr schön in Spanien, ich wollte gar nicht mehr weg“, sagt Aleyna. Die 15-Jährige hat auch eine Einladung zu ihrer Gastfamilie bekommen, sobald wie möglich will sie sie wahrnehmen. Auch die gleichaltrige Astrid aus dem schwedischen Lund hat der Aufenthalt in Spanien gefallen. „Ich habe Freunde gefunden, wir wollen in Kontakt bleiben“, freut sie sich.

In Hannover werden mit Sicherheit neue Freundschaften hinzukommen. Bei dem Treffen ist die türkische Partnerschule aus Ankara dabei. Auch als nicht EU-Mitglied kann das Land am Austausch teilnehmen, musste aber hohe bürokratische Hürden überwinden. „Das endgültige Okay gab es erst im November 2014“, sagt Rothermund. 29 Gäste mussten untergebracht werden, in Gastfamilien oder notfalls in einer Jugendherberge. Der Aufwand lohnt sich, schließlich lernen Schüler und Lehrer viel über die jeweils anderen Länder. „Wir sind gerne dabei“, sagt Viveca Dahl, Schulleiterin der schwedischen Schule. Man lerne zusammenzuarbeiten, außerdem würden die Schüler durch die Erfahrungen aufs Berufsleben vorbereitet, findet die 49-Jährige. Eine gemeinsame Sprache, sei es englisch oder türkisch, helfe bei der Verständigung. Ebenso das Jugendlichen die selben Theme wie Musik oder Sport interessieren. „Wir sind sehr offen und liebevoll miteinander“, freut sich Batuhan aus Ankara. Im Mai geht es für die Austauschschüler nach Lund.

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