Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus den Stadtteilen Sozial-Center Linden braucht Spenden
Hannover Aus den Stadtteilen Sozial-Center Linden braucht Spenden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 27.02.2015
Suchen Unterstützer: Rainer Müller-Brandes, Kursleiterin Ingrid Kriese, Barbara Mann (v. l.). Quelle: Schwarzenberger
Linden

Seit fast 20 Jahren ist das Sozial-Center Linden (SCL) einer der wichtigsten sozialen Akteure im Stadtteil. Das Spektrum der Einrichtung in der Elisenstraße ist vielfältig: Es reicht von der Beratung für Menschen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen, über einen Nähtreff für Frauen oder den Seniorentreff bis zur Hilfe für Jugendliche auf der Suche nach Lehrstellen. Doch ob das Angebot künftig in voller Breite aufrechterhalten werden kann, ist ungewiss: Eine Finanzierungslücke von 25 000 Euro ist im Etat des SCL entstanden, das vom Diakonischen Werk getragen wird. Bis zum Jahresende müsse diese deutlich kleiner werden, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. „Anderenfalls drohen Sparauflagen.“ Er betont aber, dass eine Schließung des Centers vermieden werden solle.

Das Budget der Einrichtung beträgt 80 000 Euro im Jahr. 60 000 Euro kommen von der Stadt, ein weiterer Teil wurde einige Jahre lang von einer Spende eines Ärztepaares gedeckt. Doch diese ist nun aufgebraucht - und es fehlt Geld. Gegründet wurde das SCL bereits 1997 von der Diakonie, der Bethlehemgemeinde und dem damaligen Kirchenkreis Hannover-Linden. „Wir wollten ein niedrigschwelliges Beratungsangebot schaffen“, sagt Mitarbeiterin Barbara Mann, die ihrerzeit Diakonin der Gemeinde war. Viele Sozialwohnungen seien in jenen Jahren im Stadtteil entstanden - und es gab Bedarf für Beratungen. Nicht in versteckten Räumen, sondern in einem Ladengeschäft nur wenige Meter von der Limmerstraße entfernt.

Ganz am Anfang wurde das SCL aus einem Innovationsfonds des evangelischen Stadtkirchenverbandes für zwei Jahre mit je 100 000 Mark (rund 50 000 Euro) finanziert. Dann sollte es sich durch städtische Zuschüsse und Spenden selbst tragen. Die Stadt erkannte das Angebot auch an; sie vergibt seit dem Jahr 2000 eine jährliche Beihilfe von knapp 60 000 Euro. Die Bezirksräte Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt gewähren zusätzliche Summen aus ihren Budgets. Dieses Geld wird vor allem für den Druck von Lehrstellenbroschüren und eine jährliche Ausbildungsplatzbörse im Badenstedter Schulzentrum verwendet.

Diakoniepastor Müller-Brandes sieht aber ein Grundproblem: „Der städtische Zuschuss ist sehr wichtig, doch er wächst nie.“ Um die aktuellen Finanzengpässe zu überbrücken, sei nun der Stadtkirchenverband eingesprungen. Aber angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen werde das nicht lange möglich sein. Die Kosten etwa für Energie, Materialien oder die beiden halben Personalstellen - neben Sozialpädagogin Mann arbeitet auch Pädagogin Karen Hammerich im SCL - stiegen stetig.

Die Diakonie und das SCL wollen jetzt verstärkt um Spenden werben - und bei der Stadt um eine Erhöhung der Beihilfe bitten. „Wir werden auch bei der Region Hannover vorsprechen“, kündigt Müller-Brandes an. Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube erklärte auf Anfrage des Stadt-Anzeigers, er werde bei der Suche nach Lösungen helfen. Das SCL will zudem seine Erfahrung bei der Betreuung Jugendlicher ins Spiel bringen, um neue Geldquellen zu erschließen. Als Initiator des Arbeitskreises Lehrstellen-Initiative (ALI) hat die Einrichtung seit 1998 Kontakt zu Arbeitgebern und Ausbildungsinstitutionen in Hannover. „Wir arbeiten derzeit an einem Konzept, um Schulabgänger fit für das Berufsleben zu machen“, sagt Müller-Brandes. Der Plan: Die Firmen sollen die eigens für sie zusammengestellten Schulungen mitfinanzieren. Auch das wäre ein Weg, um die Finanzierungslücke bis zum Jahresende zu schließen.

Von Marcel Schwarzenberger

Metin Aslan ist der neue Besitzer des Kale im Bismarckbahnhof. In seiner "Burg" ist dem Braunschweiger jeder willkommen - ob Reisender, Braunschweiger oder Hannoveraner.

Isabell Rollenhagen 26.02.2015

Das Studentenwerk Hannover lässt jetzt den Boden für das neue Studentenwohnheim am Lodyweg vorbereiten. Mit einer mächtigen Spezialramme setzen Bauarbeiter aktuell mit großem Getöse sogenannte Stopfbohrungen.

Bärbel Hilbig 26.02.2015

Hannover bekommt eine weitere Grundschule: Der Schulausschuss der Stadt und der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld haben beschlossen, eine neue zweizügige Grundschule ab diesem Sommer zu bauen.

26.02.2015