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Aus den Stadtteilen Stadt verhängt Baustopp im Zaza
Hannover Aus den Stadtteilen Stadt verhängt Baustopp im Zaza
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19:30 07.12.2016
Von Tobias Morchner
Treppe macht Ärger: Das Zaza am Raschplatz. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Jürgen Uhlenwinkel, Chef des Musikclubs Zaza hinterm Bahnhof, betreibt seine Diskothek derzeit auf einer Art Baustelle. Grund sind Unstimmigkeiten mit der Stadt. Für eine geplante Cluberweiterung um eine etwa 20 Quadratmeter große Lounge im ersten Stock hat die Verwaltung aus Sicherheitsgründen einen Baustopp verhängt.

Ärger um Brandschutz und Baumängel im Zaza: Für eine geplante Cluberweiterung um eine etwa 20 Quadratmeter große Lounge im ersten Stock hat die Verwaltung aus Sicherheitsgründen einen Baustopp verhängt. 

Stadtsprecher Alexis Demos teilt auf Anfrage der HAZ, dass „Baumaßnahmen, die den Brandschutz betreffen und für den Betrieb des Klubs und die Sicherheit der Menschen im Notfall von besonderer Bedeutung sind, nicht wie ursprünglich beantragt ausgeführt worden“ seien. Die Verwaltung hat aus Brandschutzgründen auch die Genehmigung für die Außenfläche mit dem markanten Segel über dem Zaza-Eingang entzogen, zugleich aber eine neu beantragte Außenfläche noch nicht genehmigt. „Es wird noch ewig dauern, bis das hier alles fertig ist“, stöhnt Uhlenwinkel.

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Angefangen hat der Ärger mit einem neuen Brandschutzkonzept für das Bredero-Hochhaus, in dem sich das Zaza seit 24 Jahren befindet. Der Immobilieneigentümer ließ eine neue Fluchttreppe errichten, die direkt von der Tanzfläche nach draußen führt und unmittelbar neben dem Eingang der Diskothek ins Freie mündet. Im Notfall würden die Gäste also auf der Fläche in Sicherheit bringen, auf der sonst der Außenbereich mit dem Segeldach gewesen ist. Daher darf Uhlenwinkel die Fläche vor dem Eingang nicht mehr bewirtschaften. „Die neue Treppe ist ja grundsätzlich ein Fortschritt, aber wenn man sie so gebaut hätte, dass sie seitlich vor dem Eingang des Bredero-Hochhauses endet, wäre alles in bester Ordnung“, sagt der 60-Jährige.

Die Feuerwehr hat den neuen Fluchtweg inzwischen abgenommen und genehmigt. Trotzdem ist die Treppe derzeit noch ein Provisorium. Denn die Baufirma hat nach Uhlenwinkels Aussagen auch bei der Erweiterung des Klubs um die Lounge Fehler gemacht. „Die Streben für die Zwischendecke sind falsch angebracht, deshalb gibt es jetzt den Baustopp“, sagt er.

Die Stadt teilt mit, sie prüfe das weitere Vorgehen. „Ziel ist es, mit dem Betreiber schnell gemeinsam Lösungen zu finden“, sagt Demos. Davon hänge auch die künftige Nutzungsgenehmigung für den umgebauten Bereich ab. Wann die erteilt wird, ist unklar.

Saskia Döhner 22.11.2016