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Aus den Stadtteilen Willkommen in Aslans Burg
Hannover Aus den Stadtteilen Willkommen in Aslans Burg
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15:00 26.02.2015
Von Isabell Rollenhagen
Von Braunschweig in die Südstadt: Metin Aslan ist neuer Inhaber des Kale. Quelle: Krajinovic
Südstadt

Bahnhöfe symbolisieren vor allem eins: Abschiede. Fast immer lassen sich dort Paare beobachten, die sich nach ein paar Tagen der Zweisamkeit trennen müssen. Bahnhöfe sind aber auch Orte des Willkommens: Sie sind das erste, das Fremde sehen, wenn sie in der Stadt ankommen. So muss es auch Metin Alsan gehen, wenn er das Restaurant Kale am Bismarckbahnhof betritt. Aslan ist nämlich kein Hannoveraner. Er ist Braunschweiger.

Seit Ende Januar ist der 58-Jährige der neue Besitzer des Lokals im rechten Teil des Gebäudes an der Mainzer Straße, dem Kale. „Kale“ bedeutet übersetzt so viel wie Burg. Und in der Burg von Metin Aslan ist jeder willkommen - ob Reisender, Braunschweiger oder Hannoveraner.

In der Gastronomie kennt er sich bestens aus. Seit 28 Jahren betreibt er in Braunschweig das Tandure. Auch das Gefühl, anzukommen, kennt der 58-Jährige. Als er 15 Jahre alt war, kamen er und seine Familie aus der Türkei nach Deutschland, wo sie sich im Süden des Landes niederließ. Der Sohn machte bei WMF eine Ausbildung zum Glasbläser und arbeitete später bei MAN im Stahlwerk. „Doch ich habe immer gerne gekocht“, sagt Aslan heute. Also machte er sein Hobby zum Beruf - und gründete 1987 in Braunschweig sein Restaurant. Das Tandure ist ein Familienbetrieb. Und auch das Kale soll in dieser Tradition geführt werden. „Mein Bruder arbeitet im neuen Restaurant im Servicebereich“, sagt er. Übernommen hat der gebürtige Türke das Lokal von seinem Freund Özcan Cigir. Im Dezember hatte dieser das Restaurant aufgegeben. „Ich kenne Özcan schon lange. Wir führen auch einen Großhandel und haben das Kale beliefert“, sagt Aslan.

Die Südstadt hat es ihm angetan. „Es ist eine wirklich schöne Umgebung, aber wenn das Restaurant geschlossen hätte, gäbe es keine gute türkische Küche hier.“ Und deshalb sieht der 58-Jährige auch keinen Grund, viel am Konzept des Restaurants zu ändern. Es wird auch weiterhin türkisch-anatolisches Essen geben - viele Gerichte mit Lamm, Geflügel und Kalb finden sich auf der Karte im Kale. Außerdem übernimmt Aslan das Servicepersonal. „Die Mitarbeiter sollen nicht auf der Straße stehen, nur weil es einen neuen Besitzer gibt“, sagt er. Lediglich etwas frische Farbe soll die „Burg“ in den nächsten Tagen bekommen.

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