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West 39-Jähriger soll Feuer im Bootshaus des DRC gelegt haben
Hannover Aus den Stadtteilen West 39-Jähriger soll Feuer im Bootshaus des DRC gelegt haben
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00:15 24.04.2013
Von Michael Zgoll
Im November vergangenen Jahres brach ein Feuer im Bootshaus des Ruderclubs DRC aus. Ein 39-Jähriger soll das Feuer verursacht haben. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Die Akten liegen beim Amtsgericht Hannover. Wie Oberstaatsanwältin Irene Silinger mitteilte, soll der Mann das Feuer im Anschluss an eine Tanzveranstaltung in der Lindener Roesebeckstraße gelegt haben. Bei dem Brand war auch die darüberliegende Gaststätte am Ihme-Ufer in Mitleidenschaft gezogen worden.

Nach Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei der Brandstiftung vermutlich um einen Racheakt. Der DRC hatte die Gaststätte 2011 an eine GmbH verpachtet. Innerhalb dieser Gesellschaft soll es schon nach kurzer Zeit zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein, die Mitarbeiter wechselten häufiger. Als dann die Pachtzahlungen monatelang ausblieben, kündigte der Ruderverein den Vertrag.

Bei dem Angeschuldigten handelt es sich dem Vernehmen nach nicht um einen der Gesellschafter selbst. Auch war er kein Mitglied des Wassersportvereins. Der in Hannover wohnende Mann soll als stellvertretender Restaurantleiter tätig gewesen und mit einem der Pächter verwandt sein. Einen Zusammenhang der Brandstiftung mit zwei nachfolgenden Einbruchsdiebstählen in die Vereinsgebäude des Ruder-Clubs verneint die Staatsanwaltschaft. Der DRC selbst mag Verbindungen aber nach wie vor nicht ausschließen. Der Prozess vor einem Schöffengericht ist noch nicht terminiert, daher ist völlig unklar, wann der mutmaßliche Täter vor Gericht stehen wird. Der Ruder-Club würde es begrüßen, wenn der Prozess zeitnah begänne.

In der Bootshalle des Deutschen Ruder-Clubs in Linden ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von 120.000 Euro, verletzt wurde niemand.

Bei dem Brand im November waren Bootshaus und Gaststätte des Vereins erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, 24 Ruderboote wurden ein Raub der Flammen. Der Gesamtschaden lag bei mehr als einer halben Million Euro. Der Großteil der Schadenssumme wird von der Versicherung beglichen. Viel ideelle und finanzielle Hilfe wurde den Ruderern aber auch von anderen Wassersportvereinen, Firmen und öffentlichen Institutionen zuteil.

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