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West 90 Millionen Euro für das Hanomag-Gelände
Hannover Aus den Stadtteilen West 90 Millionen Euro für das Hanomag-Gelände
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22:38 29.03.2009
Das Gelände von Komatsu Hanomag.
Das Gelände von Komatsu Hanomag. Quelle: Ralf Decker
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In den oberen und rückwärtigen Geschossen können großzügige Loftwohnungen entstehen, auch Büros und Gastronomie sind geplant.

Als Ideengeber hat die Dibag sich das Architekturbüro agsta ins Boot geholt. Die Planer haben bereits im benachbarten Ahrberg-Quartier und im Henriettenviertel bewiesen, dass sie mit frischen Ideen vom Abriss bedrohte Immobilien retten können. Zusätzlich stehen offenbar Mieter für die leer stehende U-Boot-Halle und eine Nachbarfläche bereit, die hier ab Frühjahr 2010 große Geschäfte eröffnen wollen.

Seit Jahrzehnten entwickelt die Dibag immer wieder neue Ideen für eine neue Nutzung des riesigen Areals in Linden-Süd. Bisher sind alle gescheitert. Diesmal aber ist die Stadt zuversichtlich, dass der Durchbruch geschafft werden kann. Die Kommunalpolitiker aus dem Bezirksrat haben das Gelände bereits inspiziert und sich die Pläne erläutern lassen.

Dibag-Vorstandsmitglied Wolfgang Kasper bestätigte, dass sein Unternehmen allein in die großen Hallen am Kreisel 50 Millionen Euro investieren will. Zwischen 2010 und 2012 könne die Revitalisierung des Standorts umgesetzt werden, sagt Kasper. Zusätzlich will die Dibag auf dem südlichen Geländeteil investieren. Auf der Brache zwischen Obi-Parkplatz und Göttinger Straße soll ein großer Auto-Servicebetrieb mit Tankstelle angesiedelt werden, in der denkmalgeschützten U-Boot-Halle soll sich ein überregionaler Zweiradhändler niederlassen. Die Gesamtinvestition werde rund 40 Millionen Euro betragen, sagt Kasper. Etwa die Hälfte davon solle der Auto-Servicebetrieb zahlen. Insgesamt könnten dort rund 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Zweiradhändler Stadler im Frühjahr 2010 eröffnen. Er will auf der Hälfte der rund 20.000 Quadratmeter großen U-Boot-Halle Artikel rund ums Fahrrad und um kleinere Motorräder anbieten – samt Fahrrad-Teststrecke, Werkstatt- und Servicecenter. 90 Arbeitsplätze sollen entstehen. Einige Monate später könnte dann der „Mr. Wash Autowasch- und Servicebetrieb“ mit 75 Vollzeit- und 47 Teilzeitarbeitsplätzen eröffnen. Dem Autoservice soll eine Discount-Großtankstelle angegliedert werden. Derzeit verhandelt die Dibag noch mit der Stadt über den Kauf einer Dreiecksfläche zwischen Göttinger Straße und Elise-Meyer-Allee, die für den Bau des Auto-Servicebetriebs benötigt wird.

Zur besseren Erreichbarkeit des Geländes soll eine weitere Ein- und Ausfahrt an der Elise-Meyer-Allee gebaut werden. Die U-Boot-Halle sollen Autofahrer künftig über eine zusätzliche Zu- und Ausfahrt von der Göttinger Straße aus erreichen und wieder verlassen können. Der Bezirksrat Linden-Limmer stimmte dem Projekt zu.

von Margret Jans-Lottmann und Conrad von Meding