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West Baugebiet an der Gartenbauschule wird erschlossen
Hannover Aus den Stadtteilen West Baugebiet an der Gartenbauschule wird erschlossen
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11:00 03.11.2010
Spatenstich mit großer Schaufel (v. l.): Dirk Felsmann, Geschäftsführer der HRG, Regionspräsident Hauke Jagau und ein Mitarbeiter der Baufirma. Quelle: Christian Burkert

Auf der 80 000 Quadratmeter großen Fläche neben der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau sollen 240 Wohneinheiten, 40 Einfamilien- sowie 100 Reihenhäuser entstehen. Geplant sind zudem 100 Geschosswohnungen in sechs Bauten.

Das Interesse an den Bauplätzen ist groß: „Jeweils die Hälfte der Grundstücke für Einfamilienhäuser und für Reihenhäuser ist bereits reserviert“, erklärt Dirk Felsmann, Geschäftsführer der HRG. Die Bäckerfachschule möchte gerne auf dem Gelände einen neuen Platz für rund 200 Schüler finden. Zudem sei ein Internat für etwa 100 Berufsschüler im Gespräch, und die Betreiber eines Ärztehauses hätten ebenfalls Interesse am Standort in Ahlem angemeldet. „Sie wollen 50 Betten für Dialysepatienten vorhalten“, erklärt Felsmann. Im kommenden Mai sollen alle Interessenten auf dem Gelände bauen können. Umso schneller will die HRG die Erschließungsarbeiten vorantreiben: „Wir beginnen jetzt mit den Arbeiten für Regen- und Schmutzwasserleitungen.“

Nachdem die HRG mit den Entwürfen des Hamburger Architekten- und Planungsbüro Gerkan, Marg und Partner (GMP) vor zwei Jahren der ausgeschriebenen Wettbewerb des Landwirtschaftskammer gewonnen und das Gebiet für fünf Millionen Euro von der Landwirtschaftskammer gekauft hatte, wird sie nun weitere fünf Millionen Euro in den Ausbau von Kanälen, Straßen und Grünflächen investieren. Zwischen den einzelnen Gebäudekomplexen sollen Anger entstehen, die an die Gartenbauschule erinnern werden: So sollen beispielsweise Kirsch-, Pflaumen- oder auch Apfelbäume auf den Grünstreifen gepflanzt werden, unter denen die Regenwasserrigolen unterirdisch verlaufen werden.

„Wir werden mehr Grün in das Gebiet hereinbringen als im ersten Bebauungsplan vorgesehen war“, erklärt Felsmann. Ökologie und Nachhaltigkeit würden aber auch sonst groß geschrieben: „Wir haben eine ideale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, zum Hauptbahnhof benötigt man mit der Stadtbahn 19 Minuten“, sagt der HRG-Geschäftsführer. Die gesamte Siedlung werde mit „bilanziellem Biomethan“ versorgt, das heißt, dass die Nahwärmeversorgung nicht über eine Biomethananlage vor Ort geleistet werde, sondern wie bei „grünem Strom“ ins Netz eingespeist und abgerechnet werde.

Das Konzept begeistert Regionspräsident Hauke Jagau genauso wie Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann. „Wir bieten jungen Familien, die stadtnah wohnen wollen, ein interessantes Projekt“, erklärte Jagau, und Bodemann fügte an: „Die Stadt hat sich gut positioniert. Wir planen jetzt nicht mehr in 1000er-Einheiten wie auf dem Kronsberg, sondern in 150 bis 250 Wohneinheiten – da ist eine enge Nachbarschaft auch schneller möglich.“

Heike Schmidt

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