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West Bücherei Badenstedt vermittelt Grundschülern Freude am Lesen
Hannover Aus den Stadtteilen West Bücherei Badenstedt vermittelt Grundschülern Freude am Lesen
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11:15 25.08.2011
Von Margret Jans-Lottmann
Schulleiterin Christiane Kröger und Bibliotheksleiterin Doris Kutschera-Benz (v. l.) haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Schulleiterin Christiane Kröger und Bibliotheksleiterin Doris Kutschera-Benz (v. l.) haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Quelle: Surrey
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Badenstedt

Für die Grundschüler der Friedrich-Ebert-Schule ist die Stadtteil- und Schulbibliothek Badenstedt seit Jahren ein Ort des Lernens – liegt die Einrichtung doch nur wenige Schritte vom Schulgebäude im Salzweg entfernt. Regelmäßig besuchen Lehrkräfte mit ihren Schützlingen die Einrichtung in der Plantagenstraße, wo sie in Regalen mit spannenden, lustigen und lehrreichen Büchern stöbern können und lernen, wie sie Bücher, Spiele, CDs oder Filme ausleihen. Nun wollen Schule und Bibliothek ihre Partnerschaft ausbauen und für die Grundschüler an einem Nachmittag in der Woche eine Lese-Arbeitsgemeinschaft anbieten. Am Montag haben Schulleiterin Christiane Kröger und Büchereileiterin Doris Kutschera-Benz einen Kooperationsvertrag unterschrieben, in dem sich beide Einrichtungen zur engen Zusammenarbeit verpflichten.

Die Grundschule ist seit einem Jahr „Schule im Stadtteil“ und bietet bereits an drei Nachmittagen in der Woche eine Schülerbetreuung an. Im nächsten Jahr nach den Sommerferien möchte sie offene Ganztagsschule werden. Damit könnte sie ihr Nachmittagsangebot auf fünf Tage in der Woche ausbauen. Da sei es naheliegend, die Bücherei in das Nachmittagsangebot aufzunehmen, sagt Kröger. Den Antrag zur Umwandlung in eine offene Ganztagsschule hat die Schulleiterin bereits bei der Stadt gestellt. Nun hofft sie, dass die Ratsgremien und das Kultusministerium zustimmen.

Während die Grundschüler im Unterricht Bücher vorwiegend als Arbeitsmaterial kennenlernen, setzt die Bibliothek vorrangig auf den Spaß am geschriebenen Wort. „Wir wollen die Freude am Umgang mit Büchern stärken“, sagt Kutschera-Benz. Mit Rätseln, Vorlesestunden, von den Kindern selbst erdachten Geschichten oder Bastelarbeiten wollen die Büchereimitarbeiter den Kindern Bücher näherbringen und ihnen helfen, die Geschichten und Sachtexte auch zu verstehen.

Das ist auch ganz im Sinne der Schule. Eine Bücherei sei mehr als ein Raum, in dem man sich tolle Bücher ausleihen könne, sagt Kröger – und hofft, damit auch die vielen Stunden verringern zu können, die etliche Kinder vor dem Fernseher verbringen. „Wir wünschen uns, dass unsere Schüler gern zum Buch greifen“, sagt sie. Denn Bücher hätten viel zu bieten und eröffneten den Kindern eine ganz eigene Phantasiewelt.

Margret Jans-Lottmann 25.08.2011
25.08.2011