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West Chöre inszenieren Kindermusical
Hannover Aus den Stadtteilen West Chöre inszenieren Kindermusical
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10:30 16.02.2012
Zauberhaft: Chöre aus Badenstedt präsentieren das Musical „Der kleine Tag“. Quelle: Deckert
Badenstedt

Der kleine Tag ist sehr aufgeregt. Heute ist es soweit. Gleich wird er durch den Sternentunnel auf die Erde hinunterrutschen. Und was er dort erlebt, entscheidet darüber, in welcher Reihe er künftig im Chor mitsingen kann, wenn er später zurückkehrt ins Lichtreich. Das Lichtreich ist das Reich der Tage – es befindet sich hinter den Sternen. Jeder der dort lebenden Tage darf einmal in seinem Leben hinunter auf die Erde.

Das Kindermusical „Der kleine Tag“, das Rolf Zuckowski und Hans Niehaus nach einer Geschichte von Wolfram Eicke geschrieben haben, erzählt vom kleinen Tag Maura. Kinderchor „Kikoba“ und Jugendchor „Jukoba“ Badenstedt haben das Musical jetzt unter der Leitung von Christine Etzold einstudiert und in der Grundschule Steinbreite aufgeführt.

Mauras Tag ist der 23. April. Der kleine Tag guckt unter der goldenen Perücke ziemlich erstaunt beim Anblick der Erde. Aber viel Zeit für Staunen bleibt Maura gar nicht. Die Ereignisse überschlagen sich, und es sieht zunächst nicht danach aus, dass Mauras Tag ein ganz besonderer werden könnte ...

In drei großen Bildern hat Christine Etzold das Musical inszeniert: Lichtreich, Erde und Ewigkeit. 370 Zuschauer haben die beiden ersten Aufführungen schon gesehen und sich darüber gefreut, wie begeistert die 48 Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren bei der Sache sind. Mit Kühle jedenfalls hat ihr gemeinsames Chormotto „Singen ist cool“ nichts zu tun.

Etzold und Alexandra Bönninghoff, die das Musical mit einstudiert hat, haben sich für eine Version entschieden, bei der immer alle Kinder auf der Bühne anwesend sind. Die einzelnen Solisten wie die neunjährige Maura treten etwas hervor, werden jedoch stets von anderen Protagonisten umrahmt. Während Der kleine Tag und andere Tage wie beispielsweise der Steinzeittag (Klemens) die Ereignisse ihres Tage auf der Erde durchleben, werden sie von einer dreiköpfigen Band begleitet. Über der Bühne illustriert eine Projektion die jeweilige Szene – eine Erdkugel ist zu sehen, Sterne, Regenwolken, Herzen – und am Ende gibt es einen langen Abspann wie im richtigen Kino. Diese Projektion hat die Mutter eines Chormitglieds zur Aufführung erarbeitet. Viele Eltern haben zum Gelingen des Musicals beigetragen, sagen die Initiatioren.

Entstanden ist eine Inszenierung, die immer wieder unter die Haut geht. Nicht nur, weil die jungen Sänger mit ihren Rollen verschmelzen, sondern auch, weil die Geschichte Themen aufgreift, die Menschen jeglichen Alters anspricht. Beispielsweise lernt das Publikum, dass es nicht so schlimm ist, wenn man mal nicht in der ersten Reihe steht. Maura allerdings steht bei dieser Aufführung in der ersten Reihe. Und natürlich freut sie sich am Ende, dass ihr 23. April doch ein ganz besonderer Tag geworden ist.

Was diesen Tag so einzigartig gemacht hat, können sich Interessierte am kommenden Sonntag, 19. Februar, anschauen. Dann beginnt die vorerst letzte Vorstellung des Musicals um 16 Uhr in der IGS Mühlenberg, Mühlenberger Markt 1 anschauen. Der Eintritt kostet fünf Euro (ermäßigt 2,50 Euro), Familienkarten zehn Euro. Es gibt nur eine Abendkasse. Klassen oder Chöre (zwei Euro pro Person) sollten sich unter derkleinetag@kikoba-hannover.de anmelden.

Karin Vera Schmidt

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