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West Ensemble bringt Kindern Musik näher
Hannover Aus den Stadtteilen West Ensemble bringt Kindern Musik näher
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11:49 09.09.2010
Zeyneb (links) und Fairooz dürfen den Kontrabass von Andreas Koch spielen. Quelle: Schmidt

Es ist, glaube ich, der Opa“, sagt Luna. „Die Ente“, sagt Jakob. Leider falsch – auch kein Hase, keine Schildkröte und kein Faultier. Die kleine Melodie, die Amelie Prenten auf ihrer Klarinette gespielt hat, steht im Kinderstück „Peter und der Wolf“ für die Katze. Darauf kommen die Kinder im Spielpark Mühlenberg erst nach langem Raten, obwohl einige die Musikerzählung kennen. Es ist ein aufregender Vormittag auf dem Spielplatz am Hübener Weg. Auf Einladung des städtischen Kulturbüros und der Stadtteilkulturarbeit sind Hans-Christian Euler und sein Ensemble „Der Klingende Spielplatz“ gekommen. In insgesamt vier interaktiven Vorstellungen hören etwa 200 Kita- und Grundschulkinder aus Mühlenberg, Ricklingen und anderen Stadtteilen zu.

Nicht immer finden die Kinder die Musikratespiele so schwierig. Katharina hört sofort, dass es ein Klettergerüst sein soll, das Euler auf seiner Geige nachmacht. Und Gregor weiß sogar, dass Amelie Prentens Blasinstrument keine Flöte und keine Trompete, sondern eine Klarinette ist. Als Andreas Koch mit seinem Bogen auf dem Kontrabass ein rhythmisches Quietsch-Knarrgeräusch produziert, tippt ein kleines Mädchen „Quietschtür“. Aber nein, es ist eine quietschende Schaukel, und das kriegen die Kinder dann auch bald heraus. Schnell hat sich ein lebendiger Vormittag entwickelt, an dem die Kinder eine ganz besondere Art Musik- und Hörunterricht bekommen. Phoebe Strunkeit spielt mit nur zwei Stöcken auf nur einer Trommel ein ganzes Musikstück. Das hört sich so gut an, dass ein paar Jungs anerkennend sagen, dass es wie eine ganze Band geklungen habe. Auch wenn das ein bisschen übertrieben ist, hören sich die Beiträge der Kinder wenig später wirklich wie ein ganzes Perkussionsorchester an.

Phoebe Strunkeit stellt ein Notenpult auf mit einer großen Tafel und verschiedenen Zeichen darauf. Ein dicker Punkt, ein kleiner Punkt, eine Spirale, ein drei- und ein zweibeiniges Gerüst und eine Pünktchengruppe sind darauf gemalt. Für jedes dieser Zeichen verabredet die Perkussionistin mit den Kindern ein Geräusch, das sie mit den Händen oder dem Mund machen können. Immer wenn Strunkeit auf eines der Zeichen zeigt, machen alle Kinder das entsprechende Geräusch.

Bevor das Ensemble „Der Klingende Spielplatz“ sich mit einem Kinderliedermarsch verabschiedet, verteilen die vier Musiker noch Perkussionsinstrumente an alle Kinder. Klanghölzer, Tamburine, Kuhglocken, Rasseln und Schellenringe. Dann darf Jonas ans Dirigentenpult und immer auf ein anderes Zeichen zeigen. Die Kinder spielen dem entsprechend auf ihren Instrumenten. Jedenfalls so ungefähr. Schön lustig hört sich das an.

Karin Vera Schmidt

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