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West Weitere Luxuswohnungen auf Hanomaggelände?
Hannover Aus den Stadtteilen West Weitere Luxuswohnungen auf Hanomaggelände?
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00:16 27.01.2015
Neben der Halle 96 errichtet eine Eigentümergemeinschaft Wohnungen.
Hannover

Es tut sich viel im Norden des Industrieareals, das einst der Hanomag gehörte. Doch das einstige Hanomag-Verwaltungs- und Produktionsgebäude an der Hanomagstraße 8 bildete da eine Ausnahme - bis jetzt. Denn der Projektentwickler Helmut Dannenberg erweckt den 1922 errichteten Bau zu neuem Leben und hat jetzt die Sanierung in Angriff genommen. Mit der Entkernung des weißen, repräsentativen Gebäudes zwischen Hanomagstraße und Bornumer Straße hat er bereits begonnen: Dort sollen künftig Wohnen und Arbeiten möglich sein.

Mit Fakten zum Konzept hält sich die Firma Dannenberg-Immobilien aber noch zurück. Es sei noch zu früh für Details, ließ der Inhaber auf Anfrage des Stadt-Anzeigers mitteilen. Der Bebauungsplan erlaubt eine Mischung aus Wohneinheiten und Büroräumen. Die Grünen hingegen argwöhnen, dass Dannenberg dem Beispiel von Dibag und Agsta folgt, die auf dem benachbarten Areal Loft-Eigentumswohnungen bauen. Eine Befürchtung, die auch in der Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer am gestrigen Mittwoch in einer Anfrage an die Stadt formuliert wurde. Das Ergebnis lag bis zum Redaktionsschluss noch nicht vor. Die Verwaltung wollte vorab ebenfalls noch keine Details nennen. „Etliche Baumaßnahmen im Bestandgebäude bedürfen keiner Baugenehmigung“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos lediglich. Ein Neubau hingegen - der ebenfalls im Gespräch ist und für den es noch Platz gibt - müsste genehmigt werden. „Der Antrag liegt bis jetzt nicht vor“, sagte Demos.

Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube wundert sich, dass das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, was eventuelle Modernisierungen eingrenzen würde. „Wir befürchten auch, dass da am Bedarf vorbei gebaut wird“, sagt er. In Linden-Süd gebe es keinen Bedarf für noch mehr hochpreisige Eigentumswohnungen, sondern es mangele an bezahlbaren Mietwohnungen. Bei einer 2014 von der Stadt ausgerichteten Konferenz ging es auch um Wohnraum im Stadtteil. „Viele Teilnehmer forderten günstige Wohnungen“, sagt Grube. Auch das Gebäude an der Hanomagstraße käme dafür die aus Sicht vieler Lindener in Frage. „Dort mindestens 25 Prozent für Sozialwohnungen freizuhalten, wäre gut“, sagt Linke-Fraktionschef Dirk Machentanz. So etwas werde vermutlich schwer umzusetzen sein, meint Agsta-Architekt Dirk Petersen. „Es hätte entsprechende Auflagen beim Verkauf geben müssen.“ Aber das sei nicht geschehen, als das Land Niedersachsen den Bau 2012 an Dannenberg verkaufte. Zuvor war das Haus jahrzehntelang von der Leibniz-Universität und der Hochschule Hannover genutzt worden.

Von Marcel Schwarzenberger

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