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West Erdbeere sorgt für Ärger in Hannover
Hannover Aus den Stadtteilen West Erdbeere sorgt für Ärger in Hannover
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11:47 13.05.2011
„Aus meinem Esszimmerfenster darf ich jetzt bis Ende Juni täglich auf diese riesige Erdbeere blicken“: Knut Böhme vor dem Gebäude Brabeckstraße 3. Quelle: Surrey

Am Donnerstag war erster Verkaufstag in der Erdbeerbude im Zentrum Kirchrodes – doch im Gebäude Brabeckstraße 3 haben die süßen Früchte wenig Freude ausgelöst. „Aus meinem Esszimmerfenster darf ich jetzt bis Ende Juni täglich auf diese riesige Erdbeere blicken“, ärgert sich Knut Böhme. Das Kunststoffmonstrum ist vor das Gebäude platziert worden, ohne die Bewohner zu fragen. In der Stadtverwaltung betonen Mitarbeiter, dass die Genehmigung legal auf der Grundlage der Sondernutzungssatzung verlaufen ist. Den Kirchröder Böhme aber, im Ehrenamt SPD-Bezirksratpolitiker, tröstet das nicht – auch wenn die Erdbeere immerhin rot ist. „Eine schwarze Beere hätten die mir hier auch nicht hinstellen dürfen“, versucht er es mit Humor.

30 mobile Buden, die als Verkaufsstände für Spargel, Erdbeeren oder andere Beeren genutzt werden, gibt es derzeit im Stadtgebiet. An einem Standort wie dem auf dem Bürgersteig in Kirchrode bringen sie monatlich 100 Euro Nutzungsgebühren. Die kommunale Satzung schreibe vor, dass zum Gebäude mindestens drei Meter Abstand eingehalten werden müssen, sagt Stadtsprecher Klaus Helmer. Zudem müsse der Gehweg so breit sein, dass Fußgänger genug Platz haben und keine Verkehrsgefährdung entstehe. Bei dem acht Meter breiten Weg vor der Brabeckstraße 3 sei das eindeutig der Fall, betont Helmer: „Und dann dürfen wir das Aufstellen einer Erdbeerbude laut Satzung gar nicht untersagen.“

Die Bude hatte ihren Platz bisher stets an der Einmündung Ernststraße/Brabeckstraße 14. Dort ist sie von einer hölzernen Spargelbude verdrängt worden, die aber nur donnerstags, freitags und sonnabends – an Freitagen allerdings wegen des Konkurrenzschutzes für den nahen Bauernmarkt erst ab 14 Uhr. „Warum die Verwaltung so etwas bei diesen geringen Öffnungszeiten überhaupt genehmigt, ist mir schleierhaft“, sagt SPD-Politiker Böhme.

Er ärgert sich zudem über den Umgang. Er habe dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter in einem Telefonat angeboten, zu einem Ortstermin vorbeizukommen und sich den neuerdings sehr begrenzten Esszimerausblick anzuschauen. „Wenn alles rechtens ist, brauchen wir das nicht“, habe er zur Antwort erhalten. „Kein Wunder“, sagt Böhme“, dass es bei solchen Antworten manchmal ein bisschen Frust auf die Verwaltung gibt“

Conrad von Meding

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