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West Erfolgreicher Umzug in die neu gebaute Grundschule In der Steinbreite
Hannover Aus den Stadtteilen West Erfolgreicher Umzug in die neu gebaute Grundschule In der Steinbreite
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09:41 05.11.2009
Das Klettergerüst auf dem umgestalteten Schulhof ist bei den Grundschülern sehr beliebt.
Das Klettergerüst auf dem umgestalteten Schulhof ist bei den Grundschülern sehr beliebt. Quelle: Schwarzenberger
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Jannes muss nicht lange überlegen: „Der Klassenraum ist der schönste Ort“, sagt er. Der Zweitklässler besucht die Grundschule In der Steinbreite und ist vor einigen Tagen mit den anderen rund 260 Mitschülern an den angestammten Ort in Davenstedt zurückgekehrt. Nun lernen sie in einem Neubau, der für rund 7,4 Millionen Euro an Stelle des maroden Schulgebäudes aus den sechziger Jahren errichtet worden ist. Während der gut ein Jahr dauernden Bauarbeiten waren die Grundschüler in der Fössefeldschule in Limmer unterrichtet worden.

Jannes’ Klassenlehrerin Renate Priebe genießt den Unterricht im neuen Domizil. „Alles ist neu und sauber, es riecht gut“, sagt sie begeistert. „Wir müssen uns zwar noch eingewöhnen. Aber wir sind endlich angekommen“, sagt die Lehrerin. Auch ihre Schüler haben sich schon mit dem neuen Terrain vertraut gemacht. Avindar und Justin sind von der Drei-Felder-Sporthalle mit Kletterwand angetan.

Wiebke mag den Musikraum. „Dort müssen wir nicht so laut sprechen wie in der Fössefeldschule“, sagt sie. „Die Akustik dort war nicht so gut wie es jetzt hier der Fall ist“, sagt Priebe. Nur wenige Schritte neben dem Klassenzimmer öffnet sich der Flur zu einer breiten Nische mit Tisch und Bänken. Dort sitzt Evelyn Streich mit Dominik. Streich gehört zu den „Lesemüttern“, die Schülern ehrenamtlich Nachhilfe geben. „In der alten Schule saßen wir im Treppenhaus“, berichtet die Davenstedterin. „Aber hier haben wir in den Seitennischen unsere Ruhe.“

Foyer ist gleichzeitig Aula

Große Fenster, farbige Wände, viel Holz und breite Flure prägen die Schule. Das Foyer ist zugleich Aula und bietet rund 300 Menschen Platz. Eine verschiebbare Wand trennt den Bereich vom erhöht liegenden Musikraum, der bei Bedarf zur Bühne wird. „Wir haben endlich Platz, Licht und Luft“, sagt Schulleiter Uwe Horstmann. Das Gebäude ein Passivhaus, was für ein gutes Raumklima und geringe Heizkosten sorgen soll.

„Zu Anfang ist es noch etwas kühl in den Räumen“, sagt Horstmann. „Aber das wird nachjustiert, da mache ich mir keine Sorgen.“ Wichtiger sind ihm die großzügigen Gruppenräume, die mehr Nachmittagsangebote ermöglichen. „Wir haben vor Jahren mit sechs Kursen angefangen“, sagt Horstmann. Seit dem Umzug seien es 16. Und es sollen noch mehr werden.

Die Schule ist in drei Trakte aufgeteilt. Der Klassentrakt liegt in der Mitte und kann von den beiden Flügeln – der Sporthalle sowie dem Verwaltungstrakt mit Aula, Gruppenräumen und Cafeteria – nach Schulschluss abgeriegelt werden. Sportvereine nutzen die Halle. Und das Schulgebäude soll sich zu einem Stadtteilzentrum entwickeln. Kirchengemeinde, der Kulturtreff Plantage und andere im Institutionen im Stadtteil sollen die Gruppenräume, das Foyer und das Schulcafé nutzen können. Das Café wird außerhalb der Unterrichtszeit vom Förderverein verwaltet.

Ab der kommenden Woche ist das Café jeden Montag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr für Besucher offen. Ab Ende November ist es an jedem Donnerstagabend für Jugendliche reserviert.

Ein Fest für das ganze Viertel

Mit einem großen Schul- und Stadtteilfest soll das neue Gebäude der Davenstedter Grundschule In der Steinbreite am Freitag (6. November) offiziell eröffnet werden. Die Feier beginnt um 15 Uhr mit einem Festakt. Daran schließt sich gegen 15.30 Uhr das „Fest der Freunde“ an, das mehr als 20 Einrichtungen und Vereine für die Schule ausrichten und zu dem der ganze Stadtteil eingeladen ist.

Bis 18.30 Uhr werden den großen und kleinen Besuchern Spiele, Bastelaktionen, Informationen sowie Speisen und Getränke geboten. Um 20 Uhr beginnt eine Party für alle Aktiven und Ehemaligen der Schule, für Eltern und Lehrkräfte, für Nachbarn und Neugierige. Für Musik sorgen die Band Tuesday Constellation, der Schlagersänger Freddy Caruso und die Diskjockeys von J.J. Entertainment.

von Marcel Schwarzenberger