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West Feuer zerstört 25 Boote des Ruderclubs DRC
Hannover Aus den Stadtteilen West Feuer zerstört 25 Boote des Ruderclubs DRC
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11:01 26.11.2012
Von Veronika Thomas
 Beim Deutschen Ruder-Club ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Quelle: Christian Elsner
Linden

Verletzt wurde zum Glück niemand. Am Montag wollen Brandexperten der Zentralen Kriminaldienstes versuchen, die Schadensursache zu ergründen.

Der Notruf war am frühen Sonntagmorgen gegen 1.30 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung gestalteten sich die Löscharbeiten anfangs als sehr schwierig, die Brandbekämpfung war nur unter schwerem Atemschutz möglich. Erst gegen 3 Uhr waren die Löscharbeiten mit mehr als 50 Brandbekämpfern beendet. „Für den Verein ist das die absolute Katastrophe“, sagte am Sonntag der stellvertretende Vorsitzende und sportliche Leiter Christian Held. Er war noch in der Unglücksnacht zur Bootshalle geeilt.

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In der Bootshalle des Deutschen Ruder-Clubs in Linden ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von 120.000 Euro, verletzt wurde niemand.

Am Sonnabendnachmittag hätten sich einige Vereinsmitglieder noch zum Einsatz getroffen, um auf dem Gelände Laub einzusammeln. 
Nach Helds Angaben sind alle 25 Ruderboote, die in der Halle lagerten, zerstört. Darunter auch die beiden Achter „Niedersachsen“ und „Rennpappe“, die beiden Vierer „Schöngarth“ und „Urbanke“, mehrere Gig-Boote und zwei Trainer-Motorboote. Unwiederbringbar verloren sei auch ein historisches, aus Holzklinkern gefertigtes Boot „Strolch“ aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. „Selbst wenn einige Boote rein äußerlich noch intakt erscheinen sollten, dürften alle verzogen sein, da durch die enorme Hitze der Lack geschmolzen ist.“

Aufgrund der Schäden sei zurzeit kein Trainingsbetrieb möglich, sagte Held. Abgesagt werden müsse auch das für den 2. Dezember geplante Nikolausrennen, zu dem sich 70 Sportler angemeldet hatten. „Zum Glück haben Nachbarvereine spontan ihre Hilfe zugesagt, damit wir überhaupt trainieren können“, sagte der sportliche Leiter. „Ich gehe davon aus, dass die Räume in den nächsten Wochen und Monaten nicht benutzbar sind."

Der Traditionsverein war 1884 gegründet worden und hat rund 360 Mitglieder. Als Leistungssportler nehmen 70 von ihnen an großen Regatten teil. Auf seiner Homepage – www.drc1884.de – bittet der Verein jetzt um Spenden zur Wiederbeschaffung von Booten und Bootsmaterial, damit die jugendlichen Leistungssportler rasch wieder trainieren können.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Heike Schmidt 21.11.2012
20.08.2013