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West Fösse-Freibad soll auch 2013 dicht bleiben
Hannover Aus den Stadtteilen West Fösse-Freibad soll auch 2013 dicht bleiben
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20:38 08.08.2012
Von Rüdiger Meise
Der Eingang des Fössebads in Limmer. Quelle: Meise
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Limmer

Das Außenbecken des Fössebades bleibt voraussichtlich auch im kommenden Jahr geschlossen. Die Verwaltung hat entschieden, das marode Außenbecken des beliebten Bades in Limmer bis zur Vorlage des Bäderkonzeptes nicht zu sanieren. „Wegen des zeitlichen Ablaufes ist davon auszugehen, dass das Becken zumindest in den Jahren 2012 und 2013 nicht wird betrieben werden können“, teilte die Verwaltung nun dem Bezirksrat Linden-Limmer mit.

Der Bezirksrat hatte im Mai die Verwaltung gebeten, kurzfristig ein Konzept für die „Ertüchtigung des Freibeckens“ vorzulegen sowie die finanziellen Mittel für den dauerhaften Betrieb des Außenbeckens zur Verfügung zu stellen. Daraufhin hat die Verwaltung ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Zustandsberichts des Außenbeckens und der Erstellung eines Sanierungskonzeptes beauftragt. Ergebnis dieser Untersuchungen: Rund 265000 Euro an Sanierungskosten müssten aufgebracht werden, um die Minimalauflagen des Fachbereichs Gesundheit der Region zu erfüllen und das Bad wieder zu betreiben. „Zudem besteht noch eine Kostenunsicherheit, da viele Leitungen und Module marode sind. Es ist deshalb davon auszugehen, dass im Laufe der Sanierung weitere Maßnahmen erforderlich werden“, heißt es im Bericht an den Bezirksrat.

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Fazit der Untersuchungen sei, dass auch bei Durchführung der vorgeschlagenen Maßnahmen eine Betriebssicherheit nicht garantiert werden kann. Daher schlage das Ingenieurbüro eine umfangreiche Sanierung vor, die einem Neubau gleich kommt. Dafür rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Eine Investition in dieser Höhe will die Stadt nicht vornehmen, bevor das Bäderkonzeptes nicht vorliegt. Bis Ende des Jahres soll die „Deutsche Gesellschaft für das Badewesen“ ein entsprechendes Konzept erarbeiten, das alle Bäder stadtweit umfasst. Darin soll auch ein Vorschlag für das Fössebad enthalten sein, „der dann in den politischen Gremien zu diskutieren sein wird“, heißt es.

Auch zu den Plänen der Betreibergesellschaft für den Bau einer neuen Schwimmhalle im Fössebad verweist die Stadt auf das Bäderkonzept. Zugesagt hat die Verwaltung lediglich, dass die Pläne bei der Erstellung des Bäderkonzeptes berücksichtigt werden. In Gesprächen mit dem Betreiber sei vereinbart worden, „dass die Gesellschaft ihre Planungen zur Erweiterung des Fössebades fortführt“. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte im Mai gefordert, die finanziellen Mittel für den Bau einer neuen Schwimmhalle in den Haushalten der nächsten Jahre einzuplanen.

Mitte August will der Betreiber ein langfristiges Konzept für das Bad vorstellen, das derzeit mit einer Gutachtergruppe erarbeitet wird, hatte Sprecherin Michaela Röhrbein jüngst angekündigt. Im Zuge einer Modernisierung werde derzeit eine Verkleinerung des Freibeckens diskutiert.

Rüdiger Meise 08.08.2012
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